Einbrecher scheuen das Licht

Einen interessanten Vortrag über Wohnungseinbrüche gab Kriminalhauptmeister Dieter Melzner (Zweiter von rechts) bei der Feuerwehr Mitterteich. Mit dabei waren stellvertretender Inspektionsleiter Johann Brandl (Zweiter von links), Kommandant Franz Bauernfeind (rechts) und Feuerwehr-Vorsitzender Otto Weiß. Bild: jr
Lokales
Mitterteich
05.01.2015
13
0

Wie man sich vor ungebeten Gästen schützt, darüber referierte Kriminalhauptmeister Dieter Melzner. Er warnte: "Für Einbrecher ist ein gekipptes Fenster ein offenes Fenster."

Der Sprecher gab im Feuerwehrgerätehaus Tipps und Ratschläge, wie man sich schon mit einfachen Mitteln effektiv vor Einbrechern schützen kann. "Jeder Einbruch stört nicht nur die Privatsphäre sondern hinterlässt auch immer Spuren bei den betroffenen Opfern", sagte Melzner.

Dabei spiele oft auch der eigene Leichtsinn eine Rolle, ob der Langfinger Erfolg habe oder nicht. So sollte es eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, dass die Haustüre immer abgeschlossen ist. Für einen Einbrecher sei ein gekipptes Fenster ein offenes Fenster.

Feuerwehr-Vorsitzender Otto Weiß freute sich über den guten Besuch und berichtete von einer hervorragenden Partnerschaft zwischen den Wehren und der Polizei. Johann Brandl, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Waldsassen, machte deutlich, dass die Sicherheit der eigenen vier Wände jeden am Herzen liegt. Mit solchen Präventiv-Veranstaltungen solle das Sicherheitsgefühl der Menschen gestärkt werden.

Zwar seien die Wohnungseinbrüche in Bayern in den vergangenen Jahren drastisch zurückgegangen, doch, "ist jeder Einbruch einer zuviel." Kriminalhauptmeister Dieter Melzner räumte gleich mit dem Vorurteil auf, "...bei mir ist nichts zu holen." Einbrecher hofften immer auf lohnende Beute, eingebrochen werde rund um die Uhr, wenn die Möglichkeit bestehe.

Bemerkbar machen

Melzner riet, dass wenn wirklich einmal ein Einbrecher im Haus sei, sich bemerkbar zu machen. Keinesfalls solle man aber den Helden spielen. "Einbrecher wollen in der Regel den Haus- oder Wohnungsbesitzer nicht antreffen und fliehen beim Zusammentreffen im Normalfall". Melzner wusste auch, dass sichtbare Sicherungstechnik abschreckend auf die Täter wirke. Mechanische Sicherungen sollten deshalb an oberster Stelle stehen. Besten Einbruchsschutz biete eine gute Nachbarschaft, "die ist unbezahlbar", sagte der Referent.

Wer Verdächtiges feststellt, sollte sofort zum Telefon greifen und die 110 wählen. "Nicht damit warten, denn die Täter sind schnell wieder weg", riet der Experte. Häuser die von außen einsehbar sind, schreckten Einbrecher grundsätzlich ab. Er riet deshalb Sträucher und Bäume so weit zurückzuschneiden, dass auch von der Straße her das Wohnhaus gut sichtbar ist.

Melzner schärfte den Zuhörern einmal mehr ein, "immer wenn sie das Haus verlassen, schließen sie die Fenster und sperren sie die Türen ab. Überzeugt ist der Kriminalbeamte davon, dass mechanische Sicherungen Einbrecher abhalten. "Der Großteil der Fenster und Türen lässt sich nachrüsten und sorgt so für ein sicheres Heim. Einbruchsschutz und Wärmeschutz vertragen sich gut", wusste Melzner.

Effektive Bewegungsmelder

Dagegen hält er von einer Kameraüberwachung des eigenen Grundstücks nicht viel. Richtig nannte er dagegen das Anbringen von Bewegungsmeldern, Einbrecher scheuen in der Regel das Licht. Wer Rat zum Thema Sicherheit fürs eigene Heim suche, fände den bei allen Polizeidienststellen. Dort gäbe es jede Menge Ratschläge und Tipps.
Weitere Beiträge zu den Themen: Januar 2015 (7957)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.