Eltern die besten Vorbilder

Oberregierungsrätin Regina Kestel (links) zeichnete in der Versammlung der Kreisverkehrswacht bewährte Kraftfahrer aus. Bild: jr
Lokales
Mitterteich
20.04.2015
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Kinder kennen die Gefahren des Straßenverkehrs noch nicht. Sie damit vertraut zu machen, hat sich die Kreisverkehrswacht zur Aufgabe gemacht. Und die fängt im Kindergarten an.

Die Förderung der Verkehrssicherheit und die Minderung von Verkehrsunfällen sind mit die Hauptaufgaben der Kreisverkehrswacht, betonte Vorsitzender Walter Landgraf bei der Jahresmitgliederversammlung im "Hotel Miratel" in Mitterteich.

Schwerpunkt sei die Verkehrserziehung der Kinder. Deshalb werde in allen Kindergärten das sichere Überqueren der Fahrbahn und das richtige Verhalten auf dem Schulweg geübt. "Die Schulanfänger sind mit Begeisterung bei der Sache und erhalten zur Belohnung ein Malheft", schilderte Landgraf in seinem Rückblick. Das wichtigste für die Kleinen sei aber nach wie vor die Verkehrserziehung durch die Eltern. Aus diesem Grund seien in den Grundschulen sechs Elternabende veranstaltet worden.

Mit der Aktion "Hallo Busfahrer" habe man mit den Schulanfängern das richtige Verhalten an der Bushaltestelle und das sichere Ein- und Aussteigen geübt. Aber auch die jungen Kraftfahrer sind laut Landgraf im Blickwinkel der Kreisverkehrswacht. Deshalb sei im September mit "Fahranfängern" Fahrsicherheit trainiert worden. Zudem wurden in den weiterführenden Schulen Vorträge zum Thema "Gefahren bei Alkohol und Drogen im Straßenverkehr" gehalten.

An der praktischen Radfahrausbildung der Jugendverkehrsschule hätten im vergangenen Schuljahr 568 Kinder teilgenommen. "Auffallend ist, dass die Kinder nicht mehr so gut Radfahren können wie früher", wusste der Vorsitzende.

Zur Sicherheit auf dem Schulweg leisteten die Schüler- und Schulbuslotsen einen wesentlichen Beitrag. An den Mittelschulen seien deshalb wieder 47 Lotsen ausgebildet worden. Die Kosten habe die Verkehrswacht getragen.

Das Unfallgeschehen des vergangenen Jahres auf den Straßen im Landkreis erläuterte Polizeioberkommissar Gerhard Spörrer. Insgesamt waren 1899 Unfälle zu verzeichnen - 38 weniger als im Jahr zuvor. Leider sind im letzten Jahr zehn Verkehrsteilnehmer tödlich verunglückt - vier mehr als 2013. Einen deutlichen Anstieg gab es bei den sogenannten "Kleinunfällen" von 1207 auf 1278. Die Zahl der Verletzten blieb mit 344 fast unverändert. Hauptunfallursache waren Verstöße gegen das Rechtsfahrgebot, gefolgt von Vorfahrtsverletzungen und nicht angepasster Geschwindigkeit. 28 alkoholbedingte Unfälle bedeuteten einen leichten Anstieg um 4 Unfälle.

Die Auszeichnung bewährter Kraftfahrer übernahm Oberregierungsrätin Regina Kestel vom Landratsamt. Für 30 Jahre vorbildliches Verhalten im Straßenverkehr erhielt die Auszeichnung in Gold Hans-Jürgen Dietl aus Tirschenreuth. Gold mit Eichenkranz waren es für 40 Jahre bei Olga Luft und Josef Rößler aus Tirschenreuth, Erich Fischer und Dr. Wolfgang Wameser aus Mitterteich, Werner Dekrell aus Waldsassen, Jutta Schröter aus Fuchsmühl und Franz Schöpf aus Reuth.

Für 50 Jahre wurden mit dem goldenen Lorbeerblatt folgende Kraftfahrer ausgezeichnet: Konrad Eisner aus Königshütte, Peter Fuchs aus Mähring, Heiner Kusch aus Kulmain, Konrad Männer aus Waldsassen, Adolf Thoma aus Fuchsmühl, Alfons Mehler aus Tirschenreuth und Ludwig Petersilge aus Mitterteich.
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