Entscheidung im November

Arno Bitterwolf. Bild: jr
Lokales
Mitterteich
08.10.2014
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"Mitterteicher Wasser" erregt die Gemüter: 300 Leute waren bei der Bürgerversammlung im Josefsheim dabei. Es ging um die Kosten für die Sanierung der Versorgungsanlage - immerhin 5,53 Millionen Euro.

Der Aufwand wird über Beiträge und Gebühren umgelegt. Über den genauen Verteilungsschlüssel wird der Stadtrat im November entscheiden. Im Gespräch sind 80 zu 20 oder 70 zu 30. Der größere Prozent-Anteil wird jeweils über Beiträge abgerechnet, der kleinere über Gebühren. Bürgermeister Roland Grillmeier versicherte, dass die Kosten den gesetzlichen Vorgaben entsprechend umgelegt werden. Beiträge könnten auch in mehreren Raten gezahlt werden. Bisher habe die Stadt alles vorfinanziert. Rund 75 Prozent der Arbeiten seien abgeschlossen. Pro Jahr verbraucht die Stadt Mitterteich rund 500 000 Kubikmeter Wasser.

Aufmaßarbeiten beendet

Unter den Besuchern waren auch Leute aus der Gemeinde Leonberg, die mit "Mitterteicher Wasser" versorgt werden. Mit den Aufmaßarbeiten hat die Stadt das Fachbüro Bitterwolf aus Greding beauftragt. Diese Arbeiten sind nahezu abgeschlossen. In der Diskussion forderte ein Teil der Zuhörer, die Kosten doch über den Wasserverbrauch abzurechnen. "Wer viel Wasser braucht, soll auch mehr zahlen", so der Tenor. "Ein Beitragsrecht nach sozialen Gesichtspunkten können Sie vergessen",sagte Arno Bitterwolf und betonte: "Beitragspflichtig sind alle." Heribert Hegen sagte: "Wer Wasser spart, der wird bestraft, das ist doch sozial ungerecht. Wer mehr Wasser braucht, soll auch mehr zahlen."

Manfred Göhl nannte Wasser eine wichtige Ressource. Auch er sprach sich dafür aus, die Kosten über den Verbrauch zu finanzieren. Arno Bitterwolf sagte dazu, grundsätzlich müssten Haus- und Grundstückseigentümer bezahlen, nicht der Mieter.Bürgermeister Roland Grillmeier meinte: "Sollten wir die Kosten 50 zu 50 umlegen, würde die Pro-Kopf-Verschuldung der Stadt auf einen Schlag um 40 Prozent steigen. Daran will ich gar nicht denken. Wir müssen einen Mittelweg finden."

Die Baukosten seien ohnehin um 20 bis 30 Prozent günstiger als zunächst gedacht. "Wir sparen schon Kosten ein, wir sind hier nicht am Berliner Flughafen". (Info-Kasten/Hintergrund)
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