Ernst Bayer bleibt am Ruder

Mit dieser Mannschaft gehen die Freien Wähler in die kommenden drei Jahre. Mit dabei sind (von links) Harald Kilian, Sonja Gleißner, Max Bleistein, Anja Dubrowski, Bernhard Thoma, Vorsitzender Ernst Bayer, Peter Jacobey, Nicole Schuller und Friedrich Bergmann. Bild: jr
Lokales
Mitterteich
02.05.2015
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Freude lösten die Kommunalwahlen bei den Freien Wählern aus. Sie gewannen ein Mandat hinzu und sind jetzt mit vier Stadträten im Gremium vertreten. Doch ihre Ideen sehen sie oft aus Parteigründen abgelehnt.

Auf die bewährte Mannschaft setzen in großen Teilen die Freien Wähler von Mitterteich. Bei der Jahresversammlung im Josefsheim wurde Ernst Bayer für drei weitere Jahre als Vorsitzender bestätigt. Neuer Stellvertreter ist Klaus Schuller, er löst Walter Siller ab. Kassierer ist Friedrich Bergmann, Schriftführer Harald Kilian, Beisitzer sind Bernhard Thoma, Anja Dubrowski, Max Bleistein und Peter Jacobey. Die Kasse prüfen Nicole Schuller und Sonja Gleißner. Siller erhielt zum Abschied ein kleines Präsent.

Der Vorsitzende gab einen umfassenden Rechenschaftsbericht und griff auch das Thema Wassergebühren auf. "Wir waren von Anfang an für eine Aufteilung von 50 Prozent Abgaben und 50 Prozent Gebührenerhöhung. Dafür mussten wir viel Kritik im Stadtrat über uns ergehen lassen." Nun habe das Bürgerbegehren eine andere Entscheidung gebracht. Das Ergebnis würden die Freien Wähler natürlich anerkennten. "Ob allerdings diese Entscheidung für alle Bürger von Vorteil ist, muss abgewartet werden. Die Stadt wird durch diese Entscheidung in ihrem Handlungsspielraum ohne Zweifel eingeschränkt", sagte Bayer.

Für ältere Mitbürger

Zweites Thema war der Marktplatz. "Wir waren von Anfang an für eine Verbesserung für Fußgänger, da unsere Mitbürger älter werden. Auch hier wurden wir mit Kritik überhäuft. Wie es aber aussieht, wird der Marktplatzumbau, wenn es so weit kommt, unseren Vorschlägen zum größten Teil entsprechen." Der Vorsitzende erwähnte auch das Thema TTIP und CETA. Diese geplanten Handelsabkommen mit den USA und Kanada würden für die Wirtschaft enorme Vorteile bringen, den Spielraum für Kommunen aber sehr einschränken. Die Stadt müsse immer mit Klagen rechnen, sobald sie eine Entscheidung für den Bürger treffe, die aber für die Wirtschaft von Nachteil wäre. Ein entsprechender Antrag im Stadtrat sei zunächst abgelehnt worden, sagte Bayer. Nun hätten auch der Städtetag und andere Einrichtungen Bedenken, jetzt komme das Thema erneut auf die Tagesordnung.

"Wir haben eigentlich immer versucht, tragbare Ideen zu entwickeln, die aber meist abgelehnt wurden. Unser Traum ist, dass wir unabhängig von Parteipolitik im Stadtrat Entscheidungen treffen, die für die Mitbürger Verbesserungen bringen. Dieser Trend scheint sich jetzt im Stadtrat durchzusetzen. Darüber freuen wir uns natürlich sehr. Wir wollen gute Vorschläge einbringen, akzeptieren aber auch gute Ideen von den anderen Fraktionen zum Wohl der Stadt. Wichtig ist uns, dass unsere Arbeit ernst genommen wird."

Dank an Ideen-Lieferanten

Bayer dankte den Bürgern, die gerade bei den monatlichen Zusammenkünften ihre Vorstellungen einbrachten. "Ich wünsche mir, dass sie uns treu bleiben und mit Ideen füttern." Er erinnerte an die Teilnahme am Ferienprogramm, den Besuch in der "Rappelkiste", das Fischessen und das Gartenfest. Heuer stehen Besuch bei der Hartstein AG in Steinmühle und in der Landwirtschaft an.

Ein permanentes Thema bleibt die Mitgliederwerbung. "Wir brauchen vor allem jüngere Leute, die Zeit und Engagement für ihre Stadt aufwenden wollen", appellierte Bayer.
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