Fachmann mit großem Herz

Dankesworte und viel Lob gab es bei einer kleinen Feier für Lehrer Hubert Fischer (Dritter von links, neben Ehefrau Silvia), der 38 Jahre lang an der Otto-Wels-Mittelschule Mitterteich tätig war. Mit im Bild (von links) Rektorin Gisela Kastner, Elternbeiratsvorsitzender Thomas Bernreuther und die Bürgermeister Ernst Neumann, Johann Burger und Roland Grillmeier. Bild: jr
Lokales
Mitterteich
02.08.2015
54
0

Als leidenschaftlicher Lehrer und Computerfachmann machte er sich an der Otto-Wels-Mittelschule einen Namen: Nach 41 Unterrichtsjahren, davon 38 in Mitterteich, wechselt Hubert Fischer ins Freistellungsjahr, bevor er 2016 endgültig in den Ruhestand geht.

Rektorin Gisela Kastner dankte dem gebürtigen Tirschenreuther bei einer Feierstunde im Kollegenkreis für das langjährige Wirken an der Schule. Seit 1987 ist Fischer für die Systembetreuung an der Schule zuständig, die er Zug um Zug ausgebaut hat. Nach kleinen Anfängen verfüge die Schule heute über 64 vernetzte Rechner. "Du hast auch dafür gesorgt, dass wir im täglichen Clinch mit dem PC nicht das Handtuch warfen", betonte Kastner humorvoll.

Seit 2012 war Hubert Fischer zudem als stellvertretender Schulleiter tätig. "Er drängte sich nie in den Vordergrund, er war immer ein zuverlässiger Partner bei der täglichen Arbeit", lobte Gisela Kastner. Er sei ein Lehrer voller Idealismus, auch noch nach über 40 Berufsjahren. "Er sah grundsätzlich immer das Gute im Kind und versuchte, auch zu schwierigen Schülern immer einen Draht aufzubauen." Immer wieder habe er dazu Gespräche geführt, Ratschläge gegeben, ermuntert, motiviert und nach Stärken gesucht. Sein Ziel sei es stets gewesen, die Schüler bestmöglich auf das spätere Leben vorzubereiten. "Unser Hubert hat ein großes Herz. Er war immer da, wenn es irgendwo brannte, wenn Not am Mann war", schloss die Rektorin.

Generationen geprägt

"Lehrkräfte wie Sie, die gleich mehrere Jahrzehnte an einem Schulort verbringen, gibt es heute nicht mehr oft", sagte Bürgermeister Roland Grillmeier. "Sie haben über Jahrzehnte aus unseren Kindern das Beste gemacht", so Grillmeier. "Sie haben ganze Generationen geprägt. Sie waren zuverlässig, fachlich kompetent und hatten viel Einfühlungsvermögen." Zum Abschied überreichte Grillmeier ein Porzellanwappen der Stadt. Pechbrunns Bürgermeister Ernst Neumann, verwies darauf, dass er durch den Schulverband eng mit Hubert Fischer eng verbunden gewesen sei. "Danke für Ihren Einsatz zum Wohl unserer Kinder." Nicht zuletzt hob Neumann hervor, dass sich Pechbrunn im Schulverband immer bestens aufgehoben gefühlt habe.

Bürgermeister Johann Burger dankte im Namen der Gemeinde Leonberg und berichtete, dass Hubert Fischer die Kinder stets habe begeistern können. Dankesworte gab es auch vom Elternbeirats-Vorsitzenden Thomas Bernreuther: "Es machte Freude, mit ihnen zusammenzuarbeiten." Einige Mittelschüler erinnerten humorvoll an verschiedene Arten von Schülern, mit denen es Hubert Fischer zu tun hatte. Sie sagten abschließend "Merci".

Hubert Fischer verriet, dass ihm seine anfängliche Lehrerzeit im Regensburger Raum überhaupt nicht gefallen habe und er sich deshalb wieder in seine Heimat habe versetzen lassen. "Ich war gerne Lehrer, aber dennoch gehe ich mit zwei lachenden Auge in den Ruhestand." Jeder Mensch sei ersetzbar, so Fischer. Einen Dank richtete er an das Kollegium und die Bürgermeister für die stets gute Zusammenarbeit.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mittelschule (11032)August 2015 (7425)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.