Fördergrenze abschaffen

Vertreter der Jugendarbeit auf Kreisebene trafen im Mitterteicher Mehrgenerationenhaus auf Verantwortliche der Stadt Mitterteich und der Gemeinde Leonberg sowie der örtlichen Vereine und Verbände. Bild: hfz
Lokales
Mitterteich
14.11.2014
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Angebote und Themen für junge Leute standen im Mittelpunkt eines "kreisrunden Tisches" mit Vertretern aus dem Bereich Jugendarbeit im Mitterteicher Mehrgenerationenhaus. Verantwortliche der Stadt regten dabei diverse Verbesserungen an.

Eingeladen hatten zu dem Treffen der Kreisjugendring, die Kommunale Jugendarbeit im Landkreis Tirschenreuth, die evangelische Jugend im Dekanat Weiden und die katholische Jugendstelle Tirschenreuth. Neben Verantwortlichen von örtlichen Vereinen und Verbänden waren auch Vertreter des Mitterteicher Jugendrates, die Bürgermeister Roland Grillmeier und Johann Burger sowie der Mitterteicher Jugendbeauftragte Reiner Summer vor Ort.

Feste Basis-Linien

Roland Grillmeier ging in seiner Begrüßung auf das "Nightliner"-Konzept des Landkreises ein, das aus einer Idee des Mitterteicher Jugendrates entstanden sei. Seiner Meinung nach müssten bei den nächtlichen Busverbindungen noch feste Basis-Linien eingerichtet werden, so dass sich bei den Jugendlichen ein Gewöhnungseffekt einstellen könne.

Theresia Kunz von der Kommunalen Jugendarbeit im Landkreis Tirschenreuth verwies auf verschiedene Ferienprogramme und betonte, dass man bei rechtlichen Fragen ein kompetenter Ansprechpartner sei. Zusammen mit dem Kreisjugendring werde der Kreisjugendtag und der Förderpreis "Jugendarbeit" organisiert. Ferner biete man Lehrgänge zum Erwerb der Jugendleiterkarte an, außerdem die Möglichkeit, den Bundesfreiwilligendienst abzuleisten.

Jürgen Preisinger vom Kreisjugendring informierte über Zuschussprogramme und Aufklärungs-Kampagnen und stellte das grenzüberschreitende Jugendmedienzentrum vor. Zu einer Organisation in Tschechien, die dem Kreisjugendring ähnle, bestünden gute Kontakte für Unternehmungen im Nachbarland.

Sabrina Müller und Barbara Schönauer von der katholischen Jugendstelle in Tirschenreuth verwiesen auf Veranstaltungen wie den Jugendtag auf der Luisenburg oder die Ministrantentage. In der Dienststelle im Missionshaus St. Peter in Tirschenreuth stünde Jugendorganisationen unter anderem eine Bibliothek mit Multimedia-Ausstattung zur Verfügung. Susanne Göttel vertrat die evangelische Jugend im Dekanat und stellte vor allem das Aktionsprogramm "Dinge, für die es sich lohnt zu leben" vor. Dabei seien anlässlich des 70. Todestages des Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer verschiedene Veranstaltungen geplant.

Der städtische Jugendbeauftragte Reiner Summer gab einen kurzen Rückblick auf das Mitterteicher Ferienprogramm, das mit 69 Veranstaltungen das bislang umfangreichste gewesen sei. Summer dankte allen Vereinen und Veranstaltern und lud sie ein, auch 2015 wieder an einem attraktiven Programm mitzuarbeiten. Weiter stellte Summer die Arbeit des Jugendrats vor, dessen Arbeit immer mehr an Fahrt aufnehme. Daher beabsichtige das Gremium, in der heutigen öffentlichen Jugendratssitzung (17 Uhr, altes Rathaus) weitere Sprecher zu wählen.

Große Resonanz

Summer betonte, dass zu dieser Sitzung alle Mitterteicher Jugendlichen eingeladen seien. Vereine mit Jugendarbeit, die noch kein Jugendratsmitglied abgeordnet haben, bat er, in die nächste Sitzung einen Vertreter zu entsenden. Summer freute sich zudem, dass die geplante Berlin-Fahrt des Jugendrates auf so große Resonanz stoße. Es seien nur noch wenige Restplätze verfügbar. Finanzielle Unterstützung der Fahrt sei jederzeit willkommen, da man den Jugendlichen einen verbilligten Reisepreis von 99 Euro biete und deshalb auf Zuschüsse angewiesen sei.

Gegen Benachteiligung

An den Vorsitzenden des Kreisjugendrings trug Summer die Bitte heran, die Fördergrenze, die mindestens zehn Jugendliche pro Veranstaltung fordert, abzuschaffen. Denn so würden kleinere Veranstaltungen benachteiligt. Summer: "Es ist genauso wertvoll, wenn 6 Jugendliche basteln, als wenn 60 Jugendliche an einer Veranstaltung teilnehmen."
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