Freie Wähler Mitterteich informieren sich über Angebote der "Rappelkiste" im ...
Fachkundige Betreuung von früh bis spät

Anni Staufer (Mitte) klärte die Freien Wähler um Vorsitzenden Ernst Bayer über die Arbeit der "Rappelkiste" auf. Bild: hfz
Lokales
Mitterteich
15.01.2015
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Einen Eindruck von der Arbeit und den Räumlichkeiten der "Rappelkiste" im Mehrgenerationenhaus verschafften sich kürzlich die Freien Wähler Mitterteich. Träger der Einrichtung im Obergeschoss des Hauses ist der Kinderschutzbund des Landkreises Tirschenreuth.

Leiterin Anni Staufer stellte die "Rappelkiste" näher vor. Kinder bis zum Alter von sieben Jahren werden dort je nach Bedarf stundenweise betreut. Einige Mädchen und Buben besuchen die Einrichtung auch regelmäßig. "Die ,Rappelkiste' wurde eigentlich aus der Not heraus geboren", erklärte die Leiterin. "Wenn nämlich eine Kinderbetreuung außerhalb der Schul- oder Kindergartenzeit notwendig war, wussten die Eltern oft nicht, wo sie ihre Kinder unterbringen sollen. Auch bei plötzlich auftretenden Notfällen gab es Engpässe. Diese Lücke füllt die ,Rappelkiste' für die Städte Mitterteich und Tirschenreuth aus." Die Anmeldung sei ganz einfach: Spätestens einen Tag vorher - im Notfall auch noch am Vormittag - kann dies geschehen. Für eine Stunde Betreuung fallen Kosten in Höhe von zwei Euro an. "In dringenden Fällen übernehmen auch manche Betriebe die Hälfte der Kosten." Fixkosten müssen nicht bezahlt werden, sondern nur die tatsächliche Betreuungszeit.

Ausgebildete Tagesmütter

Wie Anni Staufer berichtete, reiche die Betreuungszeit von Montag bis Freitag eigentlich von 8 bis 18 Uhr, doch falls nötig auch von 6.15 bis 22 Uhr. Derzeit können aufgrund der Platzverhältnisse acht Kinder aufgenommen werden. Zur Betreuung stehen insgesamt sieben Personen zur Verfügung, wobei es sich bei allen um ausgebildete Tagesmütter handelt. Fünf von ihnen sind zusätzlich als Krippenpädagoginnen tätig, eine Betreuerin arbeitet als Erzieherin. "Die Damen arbeiten sehr flexibel, denn sie stehen mehr oder weniger auf Abruf bereit", so die Leiterin.

Finanziert wird die Einrichtung durch den Kinderschutzbund, durch Spenden und durch die Städte Mitterteich und Tirschenreuth. "Doch muss an dieser Stelle auch gesagt werden, dass die Betreuerinnen mit sehr viel Idealismus ihre Arbeit verrichten", betonte Anni Staufer. "Wir würden uns auch freuen, wenn wir mehr Platz und auch einen Spielplatz hätten." Die Betreuerinnen der "Rappelkiste" stünden übrigens auch zur Verfügung, wenn etwa ein Elternteil sein Kind nur unter Aufsicht treffen darf. Anni Staufer verwies noch auf weitere Angebote des Kinderschutzbundes wie etwa Vorträge und Projekte mit Schulen. So gebe es eine Klassen- und Lesepaten-Aktion mit der Grundschule Waldsassen.

Die Freien Wähler zeigten sich überrascht von der vielfältigen Arbeit und dem Idealismus der Mitarbeiterinnen. Ortsvorsitzender Ernst Bayer bedankte sich bei Anni Staufer für die informative Darstellung der Einrichtung und sprach die Hoffnung aus, dass der eine oder andere Wunsch der Leiterin in Erfüllung gehen möge.
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