Freundschaft weiter vertieft

Tolle Tage verbrachten Jugendliche der Feuerwehren Mitterteich und Ledziny bei einem Zeltlager bei Kleinbüchlberg. Die offizielle Begrüßung im Namen der Stadt und des Kreisfeuerwehrverbandes nahmen Jugendbeauftragter Reiner Summer und Kreisbrandmeister Albert Fröhlich (Mitte) vor. Bild: hfz
Lokales
Mitterteich
11.06.2015
5
0

Weiter ausgebaut haben die Mitterteicher Brandschützer die Beziehungen zur Feuerwehr Ledziny. 18 Jugendliche und Betreuer aus Polen waren zu einem Zeltlager angereist. Auf Anregung der Bürgermeisterin von Ledziny soll nun auch über eine Städtepartnerschaft gesprochen werden.

Jugendwart Johannes Schmid hatte mit seinen Helfern ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Insgesamt waren auf Mitterteicher Seite mehr als 30 Personen in die Vorbereitung des Zeltlagers und die Betreuung der Gäste eingebunden, die meisten davon Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Mit vereinten Kräften bauten sie auf dem ehemaligen Festplatz bei der Blockhütte nahe Kleinbüchlberg das Lager auf. Sechs Zelte hatten der Kreisjugendring, die Ministranten und die Firma Getränke Oppl zur Verfügung gestellt.

Nach der Ankunft der Gäste stand eine Vorstellungsrunde auf dem Programm, bevor die Schreinerei Weiß und das Museum von Otto Weiß besichtigt wurden. Am nächsten Tag ging es gleich nach Weiden, wo sich die Mitterteicher und ihre polnischen Freunde über die Feuerwache Weiden, den Flugplatz Latsch mit dem dort stationierten Rettungshubschrauber und den THW-Ortsverband informierten.

Schreiben aus Ledziny

Am Abend hießen Jugendbeauftragter Reiner Summer und Kreisbrandmeister Albert Fröhlich die Gäste im Namen der Stadt bzw. des Kreisfeuerwehrverbands offiziell willkommen. Bei dieser Gelegenheit überreichten die Polen ein Schreiben der neuen Bürgermeisterin von Ledziny, Krystyna Wrobel. Darin begrüßt sie die seit neun Jahren bestehende Zusammenarbeit der Wehren und regt eine Partnerschaft der beiden Städte an.

Teilnahme an Prozession

An Fronleichnam beteiligten sich die Polen auch an der Prozession durch Mitterteich, danach lud Stadtpfarrer Anton Witt zu einem Weißwurstfrühstück ein. Später gab es für die Zeltlager-Teilnehmer und ihre Eltern am Zeltplatz Kaffee und Kuchen. Am Abend folgte eine große Löschübung mit der Feuerwehr Pechofen im Gewerbegebiet Birkigt. Dabei mussten gemischte Gruppen eine Wasserförderung für verschiedene Löschangriffe sicherstellen. "Die Einsatzfahrten und die schweißtreibenden Arbeiten wurden mit Begeisterung erledigt", resümierte Kommandant Franz Bauernfeind.

Im Rathaus trafen am nächsten Morgen die Vorsitzenden und Kommandanten beider Feuerwehren mit 2. Bürgermeister Stefan Grillmeier zusammen. Letzterer unterzeichnete dabei das Schreiben aus Ledziny. Bei nächster Gelegenheit soll mit Bürgermeisterin Krystyna Wrobel erörtert werden, wie künftig eine nähere Zusammenarbeit zwischen den Städten aussehen kann. Stefan Grillmeier begrüßte das Interesse aus Ledziny, weil er als früherer Jugendbeauftragter die Entwicklung der Freundschaft zwischen den Wehren von Anfang an habe miterleben dürfen.

Später stand ein Besuch bei der Feuerwehr Schwarzenbach/Saale auf dem Programm. Dabei durfte jeder Teilnehmer eine Fahrt mit einer Gelenkdrehleiter in luftige Höhe genießen. Danach ging es weiter zum Untreusee bei Hof, wo sich die Mitterteicher und die Polen im Kletterpark beweisen konnten. Zurück in Mitterteich wurde noch das erweiterte Gerätehaus besichtigt. 2013 hatten einige der Gäste den Rohbau schon als Notquartier genutzt, weil das damalige Zeltlager wegen der nassen Witterung abgebrochen werden musste. Besonders begeistert seien die Polen von der Jugendgarderobe und dem Jugendraum gewesen, wie Franz Bauernfeind berichtete. Am Abend schaute auch noch Kreisbrandrat Franz Arnold im Zeltlager vorbei.

Am fünften Tag hieß es bereits wieder Abschied nehmen. Nach dem Frühstück bauten die Teilnehmer gemeinsam das Lager ab, danach machten sich die Gäste auf den Heimweg. Besonders den Jugendlichen sei der Abschied schwer gefallen, so Bauernfeind. Die Pflege der Freundschaften dürfte dank Internet aber kein Problem sein.

Begeistert vom Freibad

"Das herrliche trockene und warme Wetter entschädigte für das nasse Zeltlager im Jahr 2013", bilanzierte Franz Bauernfeind. Die sommerlichen Temperaturen hätten auch tägliche Besuche im Mitterteicher Freibad erlaubt. Von dieser Einrichtung seien die Jugendlichen aus Polen übrigens besonders begeistert gewesen.

Als Übersetzer ständig mit dabei war Andrey Fuchs, der aus dem Landkreis Bierun-Ledziny stammt und seit zwei Jahren bei Würzburg lebt. Er war schon mehrere Male in Mitterteich zu Gast und nahm sich für dieses Zeltlager extra frei. "Er hatte sichtlich Spaß mit den Kameraden aus seiner Heimat", berichtete Bauernfeind. Einen Dank richtete der Kommandant an alle Helfer und Unterstützer, darunter auch Wolfgang Pröls vom Forstbetrieb Waldsassen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juni 2015 (7772)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.