Gemeinsames Treffen des Jahrgangs 1944 der katholischen und evangelischen Schulen in Mitterteich
Gespräche über die Schulzeit und über das Erlebte

Frauen und Männer des Jahrgangs 1944 in Mitterteich feierten jetzt Wiedersehen. Bild: privat
Lokales
Mitterteich
07.10.2014
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Im Jahr 1950 wurden sie alle eingeschult. Als 70-Jährige haben sie sich jetzt getroffen. Organisiert haben das Wiedersehen Ursula Artmann und Otto Weiß für die katholischen Schulen und - zum ersten Male - Reinhard Kretschmer und Reinhard Etzold auch gemeinsam mit der evangelischen Schule.

Im Mehrgenerationenhaus begann das Jahrgangstreffen mit einem Kaffeetrinken. Nach den ersten zaghaften Kontakten mit der Frage: "Wer bist du?" sammelten sich die ehemaligen Schüler zum Gruppenbild auf der Treppe zur katholische Pfarrkirche St. Jakob.

Zur Erinnerung an die verstorbenen Mitschülerinnen, Mitschüler und Lehrkräfte traf sich die Teilnehmer auf dem Friedhof und sprachen ein Vaterunser. Nach dem Gebet stellten sie zum Gedenken eine Blumenschale mit den Namen der Verstorbenen auf die Stufen des Priestergrabes.

Nach der anschließenden Vorabendmesse und einem evangelischen Abendmahlsgottesdienst in der Lourdesgrotte unterhalb der Sommerrodelbahn wurde in der Petersklause mit einem Sektempfang weitergefeiert. Otto Weiß schlug in einem Rückblick den Bogen von 1944 bis 2014. Ganz besonders freute er sich, dass es gelungen war, die Schüler der Konfessionsschulen zusammenzuführen. Es gab ja in Mitterteich damals drei Schulen: eine katholische Mädchenschule im heutigen Städtischen Kindergarten, eine katholische Jungenschule im Blauen Schulhaus am Oberen Markt und in der damaligen Stadtkämmerei die evangelische Schule.

Gestärkt nach dem Abendessen führte Reinhard Etzold mit einer Bilderschau durch die 70 Jahre. Angefangen mit den Bildern der letzten Jahrgangstreffen ging es zurück bis zum Tag der Einschulung. Alle Bilder wurden eingehend bestaunt. Namen wurden genannt und Erlebnisse aufgefrischt.

Namen gesucht, gefunden

Otto Weiß deutete mit dem Laserpointer auf die gezeigten Schülerinnen und Schüler und im Stimmengewirr wurde der passende Name gesucht. Das gelang fast immer. Die Gespräche über die Schulzeit und das Erlebte rissen nicht ab. Die Angereisten aus ganz Deutschland - Besigheim, Kempten, Marktoberdorf, Roding, Cham, Hersbruck und Münchberg - und die hier Wohnenden erzählten von ihrem Lebensweg.

"Richte einen Gruß aus ..."

Von den Mitschülern, die nicht teilnehmen konnten, wurden Grüße verlesen. Ein besonderer Brief eines Mitschülers erreichte die Feiernden. Sein Weg führte ihn über Venezuela nach Israel, wo er heute lebt. Von dort schickte er Bilder seiner Familie. Er wünschte: "Richte den Schulkameraden einen Gruß aus, trinkt ein Glas Sekt für uns, macht ein paar schöne Fotos vom Kuchen und schickt uns, die wir nicht dabei sein können, natürlich ein Klassenfoto !". So feierten alle Jubelschüler diesen Tag. Alle stellten einig fest: "Auf das nächste Jahrgangstreffen wollen wir nicht wieder fünf Jahre warten!"
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