Hans Günther Lauth stellt Buch vor
Amüsantes aus der "Provinz"

Viel Beifall erhielt Hans Günther Lauth für die unterhaltsame Präsentation seines Buches "Grenzlauthe" im Mitterteicher Mehrgenerationenhaus. Bild: iv
Lokales
Mitterteich
24.09.2014
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Die selbstbewusste Haltung der Menschen und die Schönheit der Natur in der "ostbayerischen Provinz" stellt Hans Günther Lauth in seinem Buch "Grenzlauthe" heraus. Bei der Präsentation in Mitterteich brachte er die Zuhörer nicht zur zum Schmunzeln, sondern auch zum Nachdenken.

Das Marktcafé des Mehrgenerationenhauses war gut gefüllt, als der Autor loslegte. Hans Günther Lauth, der aus dem Landkreis Cham stammt und zuletzt 32 Jahre lang Berufsschullehrer in Wiesau war, unterhielt sein Publikum mit Mundartgedichten, Kurzgeschichten und Bildern aus der Oberpfalz. Seine Beiträge - mal ernst, mal heiter - seien nicht von fiktiver Art, wie er eingangs betonte, sondern beruhten auf echten Erlebnissen und Begebenheiten.

Vom "Ende der Welt"

Lauth schilderte zunächst die Vorgeschichte des Büchleins und dankte in diesem Zusammenhang dem Verlag der Buchhandlung Eckhard Bodner aus Pressath, der sich bereit erklärt hatte, das Werk zu veröffentlichen. Im ersten Teil seiner Lesung streifte Lauth Themengebiete wie "Persönliche Wurzeln", "Nostalgie" und "Heimat". Egal, ob es dabei um die Problematik des Wiesauer Bahnhofs ging oder um das "End vo da Welt" - der Autor wusste mit seiner humorvollen und auch nachdenklich stimmenden Sprache zu gefallen.

Sehr angetan zeigte sich der Autor von der Schönheit der Natur rund um Münchenreuth, Neualbenreuth, Altmugl, Asch und Mähring. "Dieses waldreiche und ruhige Gebiet spornt mich immer wieder zu neuen Taten an", erklärte Lauth. So werde er stets neu dazu verleitet, Fotos zu schießen. Besonders hob Lauth sein Mundartgedicht "Dahoam" hervor, welches heuer sogar in der Bayerischen Mundartanthologie (Mundartgedichte aus zwölf Jahrhunderten) veröffentlicht wurde.

In den weiteren Abschnitten seiner Buchvorstellung widmete sich Hans Günther Lauth den Themen "Zeit", "Schule" und "Weltsicht". Darin ging es etwa um Sprachverwirrungen, das Landleben und soziale Netzwerke. Im Mittelpunkt einer Kurzgeschichte standen die "ewigen" Telefon-Warteschleifen bei großen Firmen.

Langanhaltender Beifall

Den letzten Teil seiner Lesung eröffnete der Autor mit einer Widmung an seine Frau Hildegard, die ihn seit vielen Jahren unterstütze und der er vieles zu verdanken habe. "War die gute alte Zeit wirklich so gut?", fragte er anschließend in die Runde. Sehr nachdenklich stimmte am Ende der Themenbereich "Gesundheit, Alter und Tod". Schließlich bedankte sich Hans Günther Lauth bei Kerstin Hankl und Karin Buchmann, die im Marktcafé alle Vorbereitungen für diese Veranstaltung getroffen hätten.

Langanhaltender Beifall war der Dank des Publikums für die facettenreiche und unterhaltsame Lesung. Den musikalischen Rahmen hatten auf versierte Weise die Schwestern Jenny und Nathalie Horn aus Waldsassen sowie Matthias "Matze" Wolf aus Bärnau gestaltet.

Das Werk "Grenzlauthe" ist ab sofort im Buchhandel und bei weiteren Lesungen des Autos erhältlich.
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