Heimatliebe und -pflege

Der Stiftländer Heimatbrunnen (Bild) steht am Johannisplatz, an einem der ältesten Teile der Stadt Mitterteich. Am Freitag wird das 80-jährige Bestehen des Brunnens gefeiert. Bild: jr
Lokales
Mitterteich
13.08.2015
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Der Platz am Bach diente schon früher als Holzlagerplatz. Es galt aber auch den Platz für die Zukunft zu gestalten. So entstand zunächst ein Johannesdenkmal und später ein Brunnen - der Stiftländer Heimatbrunnen.

Dessen 80-jähriges Bestehen wird diesen Freitag gefeiert - bei einem Festakt ab 19 Uhr am Johannisplatz. Der Stiftländer Heimatbrunnens ist ein Wahrzeichen der Stadt. Bürgermeister Roland Grillmeier wird die Gäste begrüßen, anschließend gibt Erhard Sommer (Arbeitskreis Heimatpflege) Erläuterungen zum Brunnen.

Musikalisch bereichert wird der Festakt von der Mitterteicher Stadtkapelle. Im Anschluss gemütliches Beisammensein in der Zoiglstube Lugert. Die Bevölkerung ist zur Feier herzlich eingeladen.

Überschwemmt

Erhard Sommer weiß aus der Chronik, dass es noch vor 100 Jahren am Johannisplatz keine Bachmauer wie heute gab. Wenn der Seibertsbach bei Regen viel Wasser mit sich führte, war der gesamte Platz überschwemmt. Das änderte sich 1921, nach der Regulierung des Bachlaufs. Durch eine Mauer konnte der Bach nicht mehr über die Ufer treten.

Erhard Sommer berichtet von Aufzeichnungen von der Gründung des Stiftländer Heimatvereins im Jahre 1926. Als Vorsitzender wurde Simon Löffelmann gewählt. Er wäre, wie es heißt, damals sehr rührig gewesen, mit allerlei Ideen und Durchsetzungskraft. Von ihm stammte die Idee, hier an diesem Platz einen Brunnen zu bauen. Er sollte ein Symbol für Heimatliebe, Heimatpflege und ein Schmuckstück für die Stadt sein. Der damalige Bürgermeister Otto Kögler gab die Zusage für die ständige Wasserzufuhr für den Brunnen, so konnte der Plan in die Tat umgesetzt werden. Hans Burger (Hausname Bouschl Hans) hatte bald einen Entwurf ausgearbeitet. Das Werk konnte begonnen werden. Im Herbst 1934 war der Brunnen fertig. Das verwendete Material kam aus der Umgebung. Verwendet wurden Klinkerziegel aus Waldsassen und polierter Fichtelgebirgsgranit. Der Abschluss des oberen Kranzes ist aus Granit, dieser kam aus dem "Schiffmann-Steinbruch" in der Nähe von Großbüchlberg.

Treffpunkt und Ruheplatz

Die Anlage neben dem Seibertsbach, wo auch die Anfänge der Stadt zu suchen sind, macht stets einen gepflegten Eindruck. Sie ist auch heute noch, 80 Jahre nach der Enthüllung, am 30. Juni 1935, noch ein gerne gewählter Treffpunkt und Ruheplatz. Die Stadt Mitterteich und der Arbeitskreis Heimatpflege ist den damaligen Akteuren, die mit großem Gemeinschaftsgeist diesen Brunnen schufen, auch heute noch zu großem Dank verpflichtet. (Info-Kasten)
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