Im Zeichen des roten Herzens

Zahlreiche Käufer nutzten am Samstag die Möglichkeit, sich im Bunten AWO-Laden günstig einzukleiden. AWO-Geschäftsführerin Angelika Würner (rechts) versuchte hier persönlich als Beraterin. Bild: jr
Lokales
Mitterteich
21.09.2015
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Zehn Jahre gibt es nun schon den "Bunten AWO-Laden". Das Jubiläum ist am Wochenende gewürdigt worden, bei einem Festakt und einem "Tag der offenen Tür".

"Wer hätte das gedacht, dass der Laden so groß einschlägt", sagte AWO-Kreisvorsitzender Erich Köllner am Samstagvormittag. Sein Dank galt Hannelore Bienlein-Holl, sie hatte zunächst den Gedanken, die Idee und sorgte für die Umsetzung.

Segensreiche Einrichtung

"Die Spendenbereitschaft der Bevölkerung ist großartig", sagte Köllner. "Jetzt wird es hier schon bald wieder zu eng", sagte Köllner, der von den Anfängen des Angebots und dem Umzug in größere Räume erzählte. In der Wiesauer Straße 28 werde der Laden aber in jedem Falle bleiben. Sein abschließenden Dank galt Leiterin Elfi Herold mit ihrer Mannschaft, die letztendlich zum großen Erfolg beitrugen. "Ich freue mich, dass wir helfen können, im Zeichen des roten Herzens", sagte Köllner. Pfarrer Martin Schlenk überbrachte den Dank beider großer christlichen Kirchen und nannte den Laden eine segensreiche Einrichtung. "Sie ermöglichen damit Menschen eine Chance, die etwas kaufen wollen, was andere nicht mehr brauchen". Kreisrat Ernst Bayer dankte im Auftrag des Landrats der Arbeiterwohlfahrt für diese tolle Idee, würdigte deren Arbeit in Mitterteich und kam dabei auch auf die "Tafel" zu sprechen.

500-Euro-Spende

Auch die Flüchtlingsarbeit der AWO stellte Bayer heraus und nannte dabei besonders Angelika Würner. "Ich wünsche Ihnen weiter viel Kraft bei der Bewältigung dieser vielen Aufgaben". Bayer überreichte im Auftrag des Landkreises einen Scheck in Höhe von 500 Euro aus dem Sparkassenfonds an die Arbeiterwohlfahrt.

"Ein Glücksgriff"

"Die Arbeiterwohlfahrt ist für unsere Stadt ein Glücksgriff", sagte 2. Bürgermeister Stefan Grillmeier in seinem Grußwort und erinnerte an seine eigene Zeit bei der AWO, als er für ein Jahr Dienst leistete. Seinen ganz besonderen Dank richtete er an Hannelore Bienlein-Holl für die Aufbauarbeit und jetzt Geschäftsführerin Angelika Würner für die Fortsetzung dieser Arbeit. Grillmeier gratulierte mit einer Orchidee.Bezirksrat Toni Dutz sagte, vor allem das Team im AWO-Laden leiste einen erheblichen Beitrag zum Bestehen des Angebots. Die Flüchtlingshilfe durch Helfer der AWO dürfe er, Dutz, aktuell in Wiesau hautnah erleben. "Wie arm wäre unsere Gesellschaft, wenn es solche Menschen nicht geben würde, die ehrenamtlich für andere Menschen arbeiten", fragte Dutz. Trotz aller Probleme, so Dutz, dürften die Anliegen der heimischen Bevölkerung nicht aus dem Auge verloren werden. "Sonst haben wir bald ein Problem". Beim anschließenden Tag der offenen Tür nutzten viele Besucher die angebotenen Schnäppchen, sich neu einzukleiden.
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