Infoabend mit AWO-Geschäftsführerin Angelika Würner und Notarin Sonja Pelikan
Rechtzeitig vorsorgen

Nach den Vorträgen bedankte sich Volksbank-Geschäftsstellenleiter Harald Zottmeier bei AWO-Kreisgeschäftsführerin Angelika Würner (links) und Notarin Sonja Pelikan mit Sträußen aus "Geräuchertem". Bild: hfz
Lokales
Mitterteich
20.03.2015
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"Gut versorgt werden" lautete das Motto eines Infoabends in der Volksbank. Rund 50 Besucher, darunter viele Ehepaare, waren der Einladung von Geschäftsstellenleiter Harald Zottmeier gefolgt. Zu den Referentinnen zählten Notarin Sonja Pelikan und AWO-Kreisgeschäftsführerin Angelika Würner. Für Fragen zur finanziellen Absicherung mit einer Pflegeversicherung stand darüber hinaus der Versicherungsspezialist Daniel Hopf Rede und Antwort.

Im ersten Teil des Abends informierte Notarin Sonja Pelikan in anschaulicher Weise über die rechtliche Situation und Anerkennung einer notariell beglaubigten Vorsorgevollmacht. Wer bestimmt, wenn man selbst nicht mehr in der Lage sein sollte, wie und wo man nach einem Unfall, bei Krankheit oder im Alter medizinisch behandelt oder gepflegt wird? Wer verwaltet das Vermögen, erledigt Bankgeschäfte und entscheidet so für einen, wie man es selbst tun würde? Diese und weitere Fragen wurden eingehend behandelt. Man könne sein Leben auch in solchen Fällen in der Hand behalten - wenn der eigene Wille rechtzeitig vor dem Notar deutlich gemacht werde. Jeder sollte besser heute als morgen eine notariell beglaubigte Vorsorgevollmacht sein Eigen nennen, damit im Fall des Falles nicht ein gerichtlich bestellter Betreuer entscheiden und handeln muss. Wichtig sei aber, und darauf wies Sonja Pelikan mehrmals hin, dass nur jemand bevollmächtigt werde, in dessen Zuverlässigkeit und Integrität man volles Vertrauen habe.

Langsam vorbereiten

AWO-Kreisgeschäftsführerin Angelika Würner referierte über die Möglichkeiten und Voraussetzungen des betreuten Wohnens. Die Entscheidung für den Umzug aus der eigenen Wohnung oder aus dem eigenen Haus falle den Betroffenen oft schwer. Dabei müsse es nicht immer der Umzug in ein Seniorenheim sein. Im betreuten Wohnen seien die Abläufe nicht so geregelt und jeder Bewohner bleibe "sein eigener Herr". Es sei immer ganz wichtig, dass dieser so prägende Schritt mit dem Betroffenen langsam und einfühlsam vorbereitet werde. In letzter Konsequenz müsse die Entscheidung ja schließlich von dem betroffenen Menschen getragen werden. Dafür müsse sich ihm oder ihr der Sinn des Umzugs auch erschließen.

Harald Zottmeier bedankte sich bei den beiden Referentinnen mit Präsenten für die Vorträge. Im Anschluss fand am Buffet noch ein reger Austausch zwischen den Referentinnen und Gästen statt.
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