Inklusion auf der Bühne

Insgesamt 34 Darsteller standen beim Musical der Kirchenmusik St. Jakob im Josefsheim auf der Bühne. Erstmals mit dabei waren Mitglieder der Wohngemeinschaft St. Benedikt. Annika Scharnagl (Mitte) verkörperte König David und spielte damit die Hauptrolle. Bild: jr
Lokales
Mitterteich
27.11.2014
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Gelebte Inklusion im Josefsheim: Beim Musical "König David" der Kirchenmusik St. Jakob standen erstmals auch Menschen mit Handicap mit auf der Bühne. Begeistert waren am Ende nicht nur die Zuschauer.

Zahlreiche Besucher waren zu den beiden rund 70-minütigen Vorstellungen ins Josefsheim gekommen. Beteiligt waren insgesamt 34 Darsteller des Kirchen- und Jugendchors, des Fördervereins für Kirchenmusik und der Wohngemeinschaft St. Benedikt. Vor einem imposanten Bühnenbild zeigten die Laienspieler und Sänger enormen Einsatz und bewiesen ihr Können. Die Gesamtleitung lag bei Chordirektor Matthias Schraml, für die Dramaturgie war Bernd Scheltner zuständig.

Sieg gegen Goliath

Zum Inhalt: David, dargestellt von Annika Scharnagl, ist ein Mensch mit Schwächen, aber unerschütterlichem Gottvertrauen. Als jüngster Sohn Isais hat er die schlechtesten Voraussetzungen, von Samuel (Laura Sollfrank) zum König gesalbt zu werden. Und doch erwählt Gott gerade ihn. Auch im Zweikampf gegen den übermächtigen Goliath (Sabrina Gebhart) hat der kleine Hirtenjunge scheinbar keine Chance, aber Gott schenkt ihm dennoch den Sieg.

Selbst als David bei Bathseba (Maria Schiffmann) schwach wird und ihm das Todesurteil droht, vertraut er weiter auf die Gnade des Herrn und wird von Gott deshalb nicht verworfen. So zieht sich eine Erkenntnis wie ein roter Faden durch das Leben von David, die der Heilige Paulus später so ausdrückt: "Gottes Kraft ist in den Schwachen mächtig."

Kräftiger Applaus

Weitere wichtige Rollen spielten Lara Goß (Zuhörer Saul) und Ramona Aschenbrenner (Erzähler). Am Ende belohnte jeweils kräftiger Applaus die Darsteller für ihre Leistungen auf der Bühne und die wochenlangen Vorbereitungen. Natürlich freuten sich die Schauspieler und Sänger sehr über den großen Zuspruch vonseiten des Publikums.

Chordirektor Matthias Schraml zeigte sich auf NT-Nachfrage begeistert von der Zusammenarbeit mit den Laienspielern der Wohngemeinschaft St. Benedikt. Ohne Berührungsängste, selbstbewusst und geradezu leidenschaftlich hätten die Behinderten ihre Rollen angenommen, so Schraml. Ihm und auch Bernd Scheltner sei es eine Freude gewesen, dieses "inklusive Musical" auf die Bühne zu bringen.
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