Inklusion braucht Öffentlichkeit

Die Behindertenbeauftragten des Landkreises und die Spitze der Kreisvereinigung Lebenshilfe im Gespräch (von links): Uwe-Karsten Mühlenbeck, Doris Scharnagl-Lindinger, Karl Haberkorn, Berthold Kellner und Reinhard Schön.
Lokales
Mitterteich
12.02.2015
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In unkomplizierter Zusammenarbeit kreative Ziele entwickeln, das ist Anliegen eines "runden Tisches" der Lebenshilfe. Beim jüngsten Treffen wurde der Behindertenbeauftragte mit ins Boot geholt.

Mitterteich.(jr) Vertreter der Lebenshilfe Kreisvereinigung Tirschenreuth und Behindertenbeauftragter Reinhard Schön hatten sich die gemeinsame Vernetzung für die Inklusion vorgenommen. Der Vorsitzende der Lebenshilfe im Kreis, Karl Haberkorn, und Geschäftsführer Berthold Kellner hatten den Behindertenbeauftragten des Landkreises, Reinhard Schön, und seine Stellvertreter Doris Scharnagl-Lindinger und Uwe-Karsten Mühlenbeck eingeladen.

Berthold Kellner stellte zunächst die Arbeit der Lebenshilfe im pädagogischen Bereich, im Freizeitbereich und in der Integrationsfirma vor. Die Behindertenbeauftragten zeigten sich beeindruckt von der bereits geleisteten Inklusion im Sinne der Orientierung am "Sozialraum" Landkreis Tirschenreuth durch die vielfältigen Standorte oder die Verbindungen der Kommunen zu anderen Trägern der freien Wohlfahrtspflege. In einem ersten Austausch diskutierten sie vor allem den Bereich "Berufs- und Arbeitswelt". Die Zahl der Menschen mit Behinderung im Landkreis Tirschenreuth ist kein großes Problemfeld für die Politik, aber die Bedeutung von Inklusion kommt schrittweise in der Wirtschaft an.

Auch wenn die Einbindung noch sehr von der Art der Behinderung abhängt, konnten erste Erfolge im Bereich Praktika und Außenarbeitsplätze (z.B. bei der Kommune, im Seniorenheim) erzielt werden. Reinhard Schön berichtete, dass die Behindertenbeauftragten sich stärker vernetzen wollten, um einen umfassenden Einblick in die Zustände in den Gemeinden zu haben und übergreifende Probleme angehen zu können.

Berührungsängste abbauen

Sowohl die Lebenshilfe als auch die Behindertenbeauftragten können sich eine Zusammenarbeit im Sinne des geplanten "Netzwerks Inklusion im Landkreis Tirschenreuth" sehr gut vorstellen. So soll Doris Scharnagl-Lindinger in den Inklusionsbeirat aufgenommen werden, der alle Arbeitsstränge koordiniert. Reinhard Schön und Karl Haberkorn plädierten für eine Etablierung der Marke "Inklusion - das Glück dazu zugehören". Denn: Die Barriere ist nicht die Stufe vor der Tür, sondern die Berührungsängste mit Menschen mit Behinderungen, in den Köpfen der Menschen.

Reinhard Schön erklärte sich bereit, den Inklusionsgedanken durch die kommunalen Behindertenbeauftragten in die Städte und Gemeinden hinaus zu tragen. Die Gruppe war sich einig: Inklusion braucht Öffentlichkeit und Multiplikatoren. Dazu wollen sie alle beitragen.
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