"Je oller, desto doller "

Langjährige Mitglieder zeichnete der SPD-Ortsverband Mitterteich aus. (Sitzend von links) Susanne Hankl, Marlene Arnold, Angelika Müller und Ute Haibach. Dazu gratulierten die Ehrengäste, (stehend von links) Ortsvorsitzender Johann Brandl, MdB Uli Grötsch, stellvertretende Landesvorsitzende Annette Karl, DGB-Kreisvorsitzender Klaus Schuster, Gisela Birner, Stefan Grillmeier und stellvertretender Kreisvorsitzender Uli Roth. Bild: jr
Lokales
Mitterteich
26.10.2014
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Geburtstagskindern, vor allem wenn sie auf eine lange Lebenszeit zurückblicken, werden immer auch besondere Ehren zuteil. Zum 110. Jubeljahr der Mitterteicher SPD gratulierten deshalb auch Landesvorsitzender und Stellvertreterin höchstpersönlich.

Nicht gerade in die erfolgreichste Epoche fällt der 110. Geburtstag des Mitterteicher Ortsverbands. In Spitzenzeiten zählte er 222 Mitglieder. Aktuell sind es 83. Doch der Optimismus ist ungebrochen. "Wir sind wieder erstarkt, wir kommen zurück", kündigte Ortsvorsitzender Johann Brandl an. Das rote Parteibuch für das 83. Mitglied überreichte er Stadtrat Gerhard Greim. Musikalisch gestalteten die "Roten Socken" aus Waldsassen die Feier.

Hochkarätige Gäste

Den Reigen der Gastredner eröffnete MdB Uli Grötsch. Er bezeichnete es als etwas ganz Besonderes, dass Landesvorsitzender, Florian Pronold und seine Stellvertreterin, Annette Karl persönlich gratulierten. Grötsch lobte seinen Parteichef, dem es gelungen sei, die SPD wieder auf gesunde Beine zu stellen.

Der Sprecher erinnerte an die nicht immer einfache Geschichte der Sozialdemokratie. In manchen Epochen sei es sogar riskant gewesen Mitglied zu sein. "Manche Genossen gaben für ihre Überzeugung ihr Leben."

Harte Arbeit bis zum Ziel

Heute spürt Uli Grötsch Rückenwind und wittert Morgenluft. "Wir arbeiten jetzt so hart, dass die Menschen 2017 keine andere Möglichkeit haben werden, als uns zu wählen". Seine Einschätzung zum Geburtstag, "je oller, desto doller, ist unsere SPD".

Die Glückwünsche des Kreisverbandes überbrachte Uli Roth. "Ein guter Anlass Danke zu sagen", denn zweifelsohne sei der Mitterteicher einer der aktivsten Ortsverbände im Kreis. Gerade die SPD-Mandatsträger seien es gewesen, welche die Porzellinerstadt nach vorne gebracht hätten. Namentlich erwähnte er in dem Zusammenhang Hans Lugert, Walter Wenisch und Alfred Grillmeier. Die aktuell Verantwortlichen leisteten wertvolle Arbeit und "geben der Sozialdemokratie vor Ort ein Gesicht.

Pfarrer Martin Schlenk gratulierte für die evangelische Kirchengemeinde. Er äußerte seine große Sympathie zur SPD. Er sagte, "die FDP hat sich verabschiedet, weil sie nach allen Seiten offen war. Die CSU hat zwar das Christlich im Wort, ist aber manchmal alles andere. Zudem ist sie mir als Franke zu altbayerisch".

Die enge Verbundenheit mit der SPD käme wohl davon, "weil sie die gleichen Themen beackert, wie wir. Beide setzen wir uns für menschenwürdige Bedingungen für alle ein."

Für die Stadt gratulierte zweiter Bürgermeister Stefan Grillmeier. Den Besuch des Landesvorsitzenden bezeichnete er als Ehre. "Wir brauchen den Besuch von Spitzenpolitikern in unserer Region, damit sie sich ihr eigenes Bild von der Situation machen können", sagte er. Ausdrücklich dankte er der SPD für die Arbeit in den vergangenen Jahrzehnten für Mitterteich und die Region.

Rat bei der Konkurrenz

Die erstaunten Zuhörer erfuhren, "wenn ich einen politischen Rat brauche, gehe ich zu Alfred Grillmeier, dem früheren zweiten Bürgermeister und der gehört der SPD an".

Stefan Grillmeier bedauerte, dass das Interesse an der Mitarbeit in einer Partei immer mehr abnehme. Er würdigte die bereits verstorbenen Genossen Robert Lindig, Otto Kilian und Erich Dickert, "sie alle haben ihre Spuren hinterlassen".

"Es kann nicht alles schlecht sein, wenn sich sogar der amtierende zweite Bürgermeister Rat bei einem Roten holt", scherzte DGB-Kreisvorsitzender Klaus Schuster. Er sagte, dass das Verhältnis der Gewerkschaften zur Partei nicht immer ganz einfach sei. Die Einführung des Mindestlohns und Rente ab 63 bezeichnete er als den richtigen Weg. "Ihr seid nahe am Menschen und ein verlässlicher Partner".
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