Jugend bedeutet Zukunft

Lokales
Mitterteich
12.05.2015
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Jugendarbeit ist Pflichtaufgabe, bei den Gemeinden ebenso wie beim Landkreis. Und da sogar Chefsache.

Die Lebenshilfe war Schauplatz der diesjährigen Frühjahrsvollversammlung des Kreisjugendrings. Dabei appellierte Vorsitzender Jürgen Preisinger einmal mehr an alle Vereine und Organisationen, die angebotenen Zuschussmöglichkeiten des Kreisjugendrings zu nutzen. Der Vorsitzende wies darauf hin, dass im vergangenen Jahr 137 Anträge gestellt worden sind, die mit insgesamt 27 600 Euro bezuschusst wurden.

In seinem Rechenschaftsbericht ging Preisinger auf die vielfältigen Aktivitäten ein. Er erwähnte unter anderem die diversen Aktionen zur Kommunal- und Europawahl, die Drogen-Präventionsinitiative "Need No Speed", die Anti-Alkohol-Kampagne "Mach dich nicht zum Affen" oder auch den allerdings nicht so gut besuchten Konzertabend für Nachwuchsbands im Kettelerhaus. Toll sei erneut das Ferienprogramm angenommen worden.

Preisinger lobte die engagierte Jugendarbeit in den einzelnen Gemeinden und Vereinen im Landkreis, "Das ist ein Gewinn an Lebensqualität." Der Vorsitzende hob auch die Bürgermeister und den Landrat hervor. "Sie machen die Jugendarbeit zur Chefsache." Dies sei nicht überall, auch wenn die Jugendarbeit eine Pflichtaufgabe sei. Die Gelder, die der Landkreis für die Jugendarbeit ausgebe, empfand er als angemessen und richtig. Gerade hier zu sparen, wäre völlig falsch, stellte Preisinger unmissverständlich fest. Einen Einblick in die Arbeit des grenzüberschreitenden Medienzentrums T1 gewährte Philipp Reich. Renner seien zur Zeit die Image-Filme.

Trotz der vielen Aktivitäten im vergangenen Jahr verwies Andreas Malzer auf einen gut aufgestellten Haushalt. Heuer umfasst er 131 000 Euro. Bei den folgenden Ergänzungswahlen wurde der 27-jährige Johannes Schmid aus Mitterteich zum Beisitzer gewählt.

Der stellvertretende Landrat Dr. Alfred Scheidler würdigte, dass der Kreisjugendring viele aktuelle Themen aufgreife und immer wieder vor den vielen Gefährdungen warne, denen die Jugend von heute ausgesetzt sei. Er freue sich auch, dass sich der KJR für die Demokratie und ihre Rechte einsetze und vor den "braunen Umtrieben" warne. Auch in der Drogenprävention gehe sei der KRJ "up to date". Dank- und Lobesworte kamen auch von Andrea Glaubitz vom Bezirksjugendring. "Macht weiter so."

Mitterteichs Bürgermeister Roland Grillmeier verwies darauf, dass sich die Stadt in der Jugendarbeit sehr engagiere und auch einiges an Geld ausgebe. "Wer sich in der Jugend- und Vereinsarbeit engagiert, kann auch in der Politik bestehen."

Arno Speiser stellte anschließend das neue Bundesprogramm "Demokratie leben - Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit" vor. Schwerpunkt dieser "Partnerschaft für Demokratie" soll die Stärkung einer lebendigen, vielfältigen demokratischen Zivilgesellschaft vor Ort und die Entwicklung und Erprobung innovativer Beteiligungsansätze sein. Auch die Förderung einer vielfältigen lokalen Kultur des Zusammenlebens sei angedacht. Insgesamt stehe eine jährliche Förderung von rund 55 000 Euro zur Verfügung. (Hintergrund)

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.demokratie-leben-in-der-mitte-europas.d...
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