Legendäre Sketche im Marktcafé

Beim "Loriot-Abend" im Marktcafé des Mehrgenerationenhauses blieb kein einziger Platz frei. Bild: jr
Lokales
Mitterteich
22.05.2015
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Lachsalven am laufenden Band hallten jetzt durch das Mehrgenerationenhaus: Im voll besetzten Marktcafé sorgte das Amateurtheater Marktredwitz-Dörflas mit einem "Loriot-Abend" für helle Begeisterung.

Neun Sketche aus der Feder des im Jahr 2011 verstorbenen Bernhard-Victor Christoph-Carl von Bülow alias Loriot standen auf dem Programm des Abends. Die passende Musik dazu lieferte die Band "Viertakter".

Den Auftakt gestalteten Elke Schöffel und Harald Eichner mit den Sketchen "Garderobe" und "Aufbruch", wobei das nicht immer ganz einfache Zusammenleben von Mann und Frau im Mittelpunkt stand. Heike Gravogl und Kurt Rodehau spielten ein Ehepaar, das sich am Feierabend in die Haare geriet. Was passieren kann, wenn der Fernseher kaputt ist, zeigten Susanne Zimmert und Harald Eichner. "Ich lasse mir doch von einem kaputten Fernseher nicht vorschreiben, wann ich ins Bett zu gehen habe!", lautete schließlich eine Aussage des frustrierten Mannes.

Politisch wurde es, als sich Vertreter von Regierung und Opposition einen Schlagabtausch zum Thema "Schnittbohnen" lieferten. Moderator Hans Wintersteiner hatte seine Mühe mit Martina Nachbar und Jürgen Bauer. Einer der Höhepunkte im Programm war der Auftritt von Thomas Meyer und Kurz Rodehau als Dr. Klöbner und Müller-Lüdenscheidt in "Zwei Herren im Bad". Bekleidet mit rot-weißen Badeanzügen und ausgestattet mit einer gelben Badeente, überzeugten sie unter anderem mit beeindruckender Gestik und Mimik.

Nach der Pause ging es weiter mit den Sketchen "Marzipankartoffel" und "Frühstücksei". Wie ein solches Ei zu einem Konflikt führen kann, demonstrierten Jürgen Bauer und Martina Nachbar. Eine englische Inhaltsangabe gab Susanne Zimmert zum Besten, als sie als Fernsehsprecherin vom Landsitz North Cothelstone Hall berichtete.

Kräftiger Beifall

Den krönenden Abschluss des rund zweieinhalbstündigen Kleinkunstabends bildete der legendäre Sketch "Der Lottogewinner". Carsten Wölfel schlüpfte dabei in die Rolle des Erwin Lindemann, der als Lottogewinner vor einer Fernsehkamera befragt wurde. Immer wieder verhaspelte er sich dabei und schloss am Ende mit dem Satz: "Im Herbst eröffnet dann der Papst mit meiner Tochter eine Herrenboutique in Wuppertal." Die Zuschauer genossen den Abend sichtlich und belohnten die Schauspieler mit kräftigem Beifall.
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