Lichtakzente am Unteren Markt

Lokales
Mitterteich
23.11.2014
11
0

"Schon sein Name ist Programm." Mit diesen Worten stellte Architekt Erwin Wenzl den Lichtplaner Hans Lichtl vor, der aus Ruhpolding anreiste und im Bauausschuss sein Konzept für die Lichtgestaltung am Unteren Markt präsentierte.

"Neues Licht macht den Markt schöner", sagte Lichtl, der sich dafür aussprach, so wenig Leuchten wie möglich einzusetzen - dafür aber mit neuester LED-Technik. Als Beispiel verwies er auf die Innenstadtbeleuchtung von Neustadt an der Donau.

Hans Lichtl wartete mit geballter Information auf. "Ich bin seit gut 20 Jahren im Geschäft und habe schon mehr als 300 Stadtplätze neu beleuchtet." Lichtl wusste, dass die bisherigen Castorleuchten in Mitterteich problemlos auf LED-Licht umgerüstet werden könnten. Er schlug für Mitterteich eine völlig neue Beleuchtungsform vor. "Der Schwerpunkt der Beleuchtung muss auf der Straße liegen, da sie in der Beleuchtungspflicht der Kommune ist.

Keine Masten

Der Planer zeigte einen ersten Entwurf, wie eine mögliche neue Beleuchtung aussehen könnte. Dabei bevorzugt er Wandbeleuchtungssysteme und keine Mastenleuchten. Die Leuchten müssten also an den Häusern befestigt werden. Mitgebrachte Bilder zeigten eindrucksvolle Beispiele. Lichtl unterstrich: "Durch eine gelungene Beleuchtung lebt ein Ort. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, die Leute sind begeistert." Eine Lampe sollte drei Module enthalten, eine für die Beleuchtung der Fassade, des Gehwegs und der Straße, wobei jedes Modul einzeln zu schalten wäre. Für den Unteren Markt hielt Lichtl 25 Leuchten für ausreichend, wobei sich die Kosten mit rund 40 000 Euro im Rahmen hielten.

Bürgermeister Roland Grillmeier sprach von einem interessanten Vortrag. Seiner Meinung nach wäre das Auswechseln der Lichtköpfe eine Lösung, weil die Gehäuse noch nicht so alt seien. Mit der Idee, Gebäude und ihre Fassaden zu beleuchten, fand der Planer bei Roland Grillmeier offene Ohren. Gleich komplett neue Leuchten zu errichten, ging für den Bürgermeister dann doch zu schnell, "darüber müssen wir noch beraten".

"Nicht basteln"

Hans Lichtl warnte: "Nicht basteln, sondern gleich was G'scheites machen, zumal die bisherigen Lampen auch schon fast 25 Jahre auf dem Buckel haben." Erneut warb er für Lampen, die an der Wand der Häuser befestigt würden. "Ich bin von Ihrem Konzept begeistert", sagte Josef Schwägerl (CSU), allerdings setzte auch er sich lediglich für eine Umrüstung der bisherigen Lampen ein. Die Entscheidung trifft der Stadtrat in einer seiner nächsten Sitzungen.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2014 (8193)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.