Mehr Mitglieder als die SPD

Mit dieser Mannschaft geht die CSU in die nächsten zwei Jahre: (von links) Helmut Jobst, zweiter Bürgermeister Stefan Grillmeier, Fraktionsvorsitzender Josef Schwägerl, Reiner Summer, Johannes Schaumberger, FU-Vorsitzende Alexandra Weiß, Stephan Richter, Vorsitzender Roland Grillmeier, Dieter Ernstberger, Christine Ernstberger, Theo Schaumberger, MdB Albert Rupprecht, Andreas Kempf, Geschäftsführer Hubertus Krämer und Stefan Zeitler.
Lokales
Mitterteich
05.05.2015
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Obenauf fühlt sich die CSU in der einstigen SPD-Hochburg Mitterteich. Mit 112 Mitgliedern hat der Ortsverband mehr Zulauf als der politische Gegner. Nicht nur darauf ist der Vorsitzende stolz.

"Das Beste für Mitterteich", unter diesem Motto will der wiedergewählte CSU-Ortsvorsitzende Roland Grillmeier die Arbeit in den kommenden Jahren sehen. Schon seit 16 Jahren steht Grillmeier an der Spitze der CSU. Deutlich wurde bei der Jahresversammlung im Josefsheim der Stolz der CSU, Mitterteich in die richtigen Bahnen gelenkt zu haben. Man habe daran großen Anteil, hieß es.

Jetzt Früchte ernten

Grillmeier erinnerte an die nicht einfachen Jahre für die Christsozialen, als die Sozialdemokraten noch klar die Mehrheit hatten. Doch man habe sich nie unterkriegen lassen und dürfe nun die Früchte dieser Arbeit ernten. Freilich bekannte Grillmeier, dass vier Wahlkämpfe in jüngster Zeit schon an den Kräften gezehrt hätten. Bei der jüngsten Stadtratswahl sei die Mehrheit verteidigt worden.

Nach vorne gebracht habe die Fraktion die Klausurtagung in Pilsen, wo sie nach der Entscheidung, wer zweiter Bürgermeister werden sollte, die Sacharbeit wieder in den Vordergrund gestellt habe. Grillmeier war stolz darauf, mehr Mitglieder als der politische Gegner zu haben. Die SPD zählt nach eigenen Angaben 70 Mitglieder.

Mitterteich nach vorn

Grillmeiers Hauptthema war seine nun 13-jährige Arbeit als Bürgermeister. "Wir haben bisher eindrucksvoll bewiesen, was man mit aktiver Kommunalpolitik erreichen kann." Grundlage dafür sei die Tatsache, dass Harmonie und zielorientiertes Arbeiten im Stadtrat quer durch alle Parteien möglich sei mit dem Ziel, Mitterteich nach vorne zu bringen. Erfreulich sei, dass die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse von 2600 Menschen im Jahr 2005 auf jetzt über 3000 gestiegen sei. Dazu hätten Betriebsansiedlungen beigetragen, aber auch die Erweiterung von Mitterteicher Mittelständlern. "Natürlich werden wir uns weiter um qualifizierte Arbeitsplätze vor Ort bemühen, denn nur dadurch kann Mitterteich seine derzeitige Stellung auch behaupten."

Ein Thema war der Bürgerentscheid zur Wasserversorgung. Die Mehrheit der Mitterteicher habe sich für den Weg der langfristigen Umlegung auf den Wasserpreis entschieden, fasste Grillmeier zusammen. Dies werde sich langfristig auf den Schuldenstand der Stadt auswirken. Die Bereiche Wasser-Abwasser müssten künftig gesondert aufgezeigt werden. Dennoch meinte Grillmeier selbstbewusst: "Wir werden es auch heuer schaffen, dass wir außer für den Bereich Wasser/Abwasser kaum neue Schulden aufnehmen müssen."

Marktplatz anpacken

Grillmeier wünschte sich, dass die Bürger noch mehr eingebunden sind: "Wir brauchen eine Mitmachgesellschaft." Den Marktplatzumbau will der Bürgermeister nach dreijähriger Diskussion endlich in die Tat umgesetzt sehen. "Wir können auch alles zerreden, jetzt müssen Taten folgen", verwies er auf eine 80-prozentige Förderung.

Auch CSU-Fraktionsvorsitzender Josef Schwägerl, der die Baumaßnahmen vorstellte, sah die Umsetzung des barrierefreien Marktplatzes als Verpflichtung an. Die Mitglieder erfuhren, dass das frühere Postgebäude mit Praxis- und Büroräumen sowie Wohnungen umgebaut werden soll.
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