Mehrgenerationenhaus soll sich langfristig selbst tragen können
Zukunft ohne Fördermittel

Nicht nur optisch ist das Mehrgenerationenhaus nicht mehr aus der Stadt Mitterteich wegzudenken. Seit der Eröffnung im Jahr 2011 hat sich die Einrichtung als Veranstaltungsort und Stützpunkt für Vereine und Organisationen etabliert. Fördermittel sind auch im kommenden Jahr wieder zu erwarten, doch Bürgermeister Roland Grillmeier will langfristig erreichen, dass sich das MGH selbst trägt. Archivbild: lnz
Lokales
Mitterteich
23.09.2014
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Fest etabliert hat sich das Mehrgenerationenhaus (MGH) im gesellschaftlichen Leben der Stadt Mitterteich. Zuschüsse dürften wohl auch 2015 fließen, doch Bürgermeister Roland Grillmeier plant bereits für eine Zukunft ohne Fördermittel.

Bei einer Infotour stattete MdB Albert Rupprecht auch dem von der Marktredwitzer gfi getragenen Mehrgenerationenhaus einen Besuch ab. Tatjana Helgert, die Leiterin der im Jahr 2011 eröffneten Einrichtung, und Marktcafé-Leiterin Karin Buchmann informierten über die vielfältigen Aktionen und Nutzer und zeigten sich zufrieden mit der Entwicklung. "Wir sind breit aufgestellt und erfüllen die Vorgaben", berichtete Helgert. "Wir haben ein gutes Netzwerk aufgebaut."

Keine Konkurrenz

Auf Nachfrage von MdB Rupprecht erklärten Helgert und Buchmann, dass vor allem die Themen Alter und Pflege im Mehrgenerationenhaus ein immer größeres Gewicht bekommen hätten. Auch die örtliche Alleinerziehenden-Gruppe habe ihr Angebot stetig ausgeweitet.

"Wir versprechen uns auch einiges vom geplanten Familienstützpunkt." Ein Problem sei nach wir vor, dass sich manche Menschen im Zusammenhang mit Hilfsangeboten nicht "outen" wollten. Karin Buchmann ergänzte, dass das Marktcafé mit seinen 50 bis 65 Plätzen zunehmend als Veranstaltungsort genutzt werde. "Das musste sich erst etablieren." Gerade auch für private Feiern werde das Café gerne angemietet. Zugleich stellte Buchmann klar: "Wir sind keine Konkurrenz zur bestehenden Gastronomie."

Albert Rupprecht zeigte sich zufrieden mit der positiven Entwicklung und verwies darauf, dass auch heuer wieder 31 000 Euro an Zuschüssen für das Mehrgenerationenhaus gewährt worden seien. Der Bundeshaushalt 2015 sei zwar noch nicht aufgestellt, aber das Förderprogramm werde höchstwahrscheinlich wieder verlängert.

Mehr Partner einbinden

Bürgermeister Roland Grillmeier freute sich über die in Aussicht gestellte Verlängerung der Förderung, erklärte aber gleichzeitig, dass man damit nicht auf Dauer rechne. "Wir wollen den Rahmen schaffen, dass sich das Haus selbst tragen kann." Von einem steigenden Bedarf an Unterstützungsangeboten aller Art sei auszugehen. Grillmeier nannte dabei als Beispiel die kürzlich in Mitterteich eingetroffenen Flüchtlinge (wir berichteten). Geplant sei, künftig noch mehr Partner in das Projekt Mehrgenerationenhaus einzubinden.

Abschließend wollte Albert Rupprecht wissen, was die große Politik nach Ansicht des MGH-Teams verbessern sollte. Tatjana Helgert erwiderte, dass sie sich mehr Wertschätzung für die Arbeit Ehrenamtlicher wünsche: "Die meisten unserer Helfer sind ehrenamtlich tätig."
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