Mittelschüler verbringen informativen und berührenden Vormittag in KZ-Gedenkstätte

Mittelschüler verbringen informativen und berührenden Vormittag in KZ-Gedenkstätte Im Rahmen der Gedenkfeiern zum 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs besuchten die achten Klassen der Mittelschule Mitterteich die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg. Zunächst bekamen die Schüler durch einen Film erste Eindrücke vom Leben, Leiden und Sterben der im Konzentrationslager inhaftierten Menschen. Anschließend wurden sie bei einer Führung über das menschenverachtende Weltbild der Nationalsozialisten im Dritten
Lokales
Mitterteich
23.05.2015
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Im Rahmen der Gedenkfeiern zum 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs besuchten die achten Klassen der Mittelschule Mitterteich die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg. Zunächst bekamen die Schüler durch einen Film erste Eindrücke vom Leben, Leiden und Sterben der im Konzentrationslager inhaftierten Menschen. Anschließend wurden sie bei einer Führung über das menschenverachtende Weltbild der Nationalsozialisten im Dritten Reich aufgeklärt. Aufgeteilt in zwei Gruppen erlebten die Schüler einen informativen, aber auch berührenden Vormittag. Der Grund für den Bau des KZs waren die Granitvorkommen, welche die Reichsführung für ihre monumentalen Bauten benötigte. Die Häftlinge wurden als Arbeitssklaven missbraucht. Ständig konfrontiert mit dem zynischen Spruch "Arbeit macht frei" wurden sie ohne Sicherheitsvorkehrungen Tag für Tag in die Steinbrüche geschickt. Verletzungen und Todesfälle waren an der Tagesordnung und kamen der SS sogar gelegen, da diese den Steinbruch als Möglichkeit der "Vernichtung durch Arbeit" betrachtete. Nach zwölf Stunden Arbeit wurden die Häftlinge wieder in Barackenunterkünften zusammengepfercht. Diese waren ursprünglich für 3000 Häftlinge geplant, zuletzt mussten sich jedoch bis zu 10 000 Menschen den engen Platz teilen. Menschenwürde, Freiheit und Gerechtigkeit - alle Grundsätze menschlichen Zusammenlebens wurden von den Nationalsozialisten in den Konzentrationslagern missachtet. Den Referenten gelang es besonders durch die Schilderung von Einzelschicksalen, den Schülern dieses menschenverachtende System, das in den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten herrschte, nahe zu bringen. Nicht nur aufgrund des grausamen Anblicks der Verbrennungsöfen für die toten Häftlinge am Schluss der Führung blieb eine Gruppe sehr nachdenklicher Jugendlicher zurück. Bild: hfz
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