Mitterteich erneut solidarisch

Lokales
Mitterteich
14.03.2015
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Weitgehend zufrieden mit den aktuellen Entwicklungen in der Stadt und der Region zeigten sich jetzt Bürgermeister Roland Grillmeier und Fraktionssprecher Josef Schwägerl bei einer Vorstandssitzung der Mitterteicher CSU. Allerdings ließen sie auch kritische Töne anklingen.

Positiv bewertete Roland Grillmeier die Bemühungen des neuen Heimatministeriums zur Unterstützung der Region. Gleichzeitig müsse man vor Ort weiter versuchen, Fördermöglichkeiten zu nutzen. Intensiv einbringen werde sich Mitterteich in die interkommunale Gemeinschaft, wie es in der Pressemitteilung heißt. Der Bürgermeister hob dabei die Bedeutung Mitterteichs als Gewerbestandort in verkehrsgünstiger Lage, als Sport und Freizeitstadt, als Standort mit sozialen Einrichtungen und als Stadt mit Brau- und Zoigltradition hervor.

Als besonders wichtige Projekte stellte der Ortsvorsitzende die Sanierung der Grundschule und die Verbesserungen am Unteren Markt heraus. In Kürze werde man die ersten Konzepte für die Schulsanierung präsentieren. Ziel sei es, für zukünftige Anforderungen gerüstet zu sein. Zur Bekämpfung der Leerstände sei die Gründung einer Stadtentwicklungsgesellschaft in Planung.

Erfreut zeigte sich Grillmeier über neuerliche Investitionen. Metallbau Forster entwickle sich am Standort in der Tirschenreuther Straße stetig weiter, zudem wollten türkische Investoren die Weiterverarbeitung von Porzellan starten. Die erneuten Millioneninvestitionen der Firma Schott seien auch den Mitarbeitern und dem über viele Jahre aufgebauten Know-how zu verdanken. Grillmeier betonte, dass nicht zuletzt der Besuch von Wirtschaftsministerin Ilse Aigner 2014 dazu beigetragen habe, zusätzliche Zuschüsse in die Region zu bekommen.

Firmenflächen außen vor

Auch zum Bürgerentscheid am 8. März nahm Grillmeier Stellung: "Wir akzeptieren das Votum und werden die Kosten komplett auf den Wasserpreis umlegen." Leider sei es nicht ganz gelungen zu vermitteln, warum auch Flächen berücksichtigt werden sollten. "Gerade auswärtige Grund- und Hausbesitzer sowie Firmen und Wohnungsunternehmen mit großen Flächen tragen nun nicht oder kaum zur Finanzierung bei." Die Mitterteicher und die Bürger der angeschlossenen Teile der Gemeinde Leonberg müssten nun über den Wasserpreis voll in die Bresche springen.

Keine eigene Bewerbung

Josef Schwägerl ging näher auf die Behördenverlagerungen in die Region ein. "Wenn in Waldsassen, Marktredwitz und Windischeschenbach Arbeitsplätze entstehen, profitieren davon auch Mitterteicher." Auch die Stadt Mitterteich habe eine Bewerbung vorbereitet - ideal geeignet gewesen wäre das neue Gewerbegebiet an der Schnittsteller der B 15 und der B 299. "Aber da klar war, dass nur ein Standort zum Zuge kommen würde und Waldsassen mit sanierbaren Flächen beim Kloster das chancenreichste Konzept vorlegte, haben wir entschieden, das zu unterstützen." Jetzt hoffe man, so Schwägerl weiter, dass das Vorhaben auch so umgesetzt werde und kein Neubau an einem der plötzlich neu aufgetauchten Standorte entstehe. "Mitterteich hat sich wie in vielen anderen Bereichen wieder solidarisch gezeigt, was schließlich zum Erfolg geführt hat." Nach Ansicht Schwägerls hätte der Landkreis wohl kaum eine Behörde bekommen, wenn sich fünf oder sechs Städte beworben hätten.

Unterstützung erwarte man sich bei der Eishalle. "Mitterteich hat die laufenden Kosten 20 Jahre lang allein getragen", so Schwägerl. Der Antrag auf Beteiligung des Landkreises scheine jedoch auf breite Zustimmung zu stoßen. Zufrieden zeigte sich Schwägerl, dass es für das Gewerbegebiet beim neuen Kreisverkehr bereits Interessenten gebe. Als richtig bezeichnete er auch die Ausweisung des Baugebiets "Steinbrucker III". Voraussichtlich werde die Stadt noch heuer alle Parzellen verkaufen können.

Im Lauf der Sitzung wurde auch bekannt, dass der bayerische Landwirtschaftsminister nach Mitterteich kommen wolle. Dabei soll die Zukunftsfähigkeit der Landwirtschaft im Mitterteicher Raum und im Stiftland aufgezeigt werden. Die Hauptversammlung mit Neuwahlen geht Ende April über die Bühne.
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