Mitterteicher Feuerwehr bei 130 Einsätzen das ganze Jahr über gefordert
Vier Unfalltote geborgen

Langjährige aktive Kameraden ehrte die Feuerwehr Mitterteich. Unser Bild zeigt (von links) Bürgermeister Roland Grillmeier, stellvertretender Kommandant Günther Sommer, Harald Gebauer, Andreas Kraus, Ludwig Grillmeier, Kommandant Franz Bauernfeind und Christoph Härtl. Bild: jr
Lokales
Mitterteich
29.04.2015
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Mit einem arbeitsintensiven Jahr hatten es die 71 Aktiven der Feuerwehr zu tun. Sie wurden zu 130 Einsätzen gerufen. Ein Jahr zuvor waren es sogar 15 mehr. Den Löwenanteil nahmen die 73 technischen Hilfeleistungen ein, gefolgt von 20 Brandeinsätzen. Die Kameraden mussten auch vier Unfallopfer bergen. Im Jahr zuvor war es ein Toter.

2091 Stunden im Einsatz

Kommandant Franz Bauernfeind gab bei der Jahresversammlung bekannt, dass die Aktiven 2091 Einsatzstunden leisteten. Besonders stark gefordert war die Feuerwehr bei schweren Unfällen auf der A 93. Das folgenschwerste Unglück mit drei Verkehrstoten ereignete sich am 22. September. Ein weiteres Todesopfer gab es am 1. Oktober auf der B 15 bei Themenreuth zu beklagen. Einsatznachbesprechungen gab es jeweils im Gerätehaus. Das ganze Jahr über besuchten die Aktiven Ausbildungen und Lehrgänge. Beim Oberpfalzwettkampf in Pleußen erreichte die Mannschaft in der Wertungsklasse B den ersten Platz, der Lohn war ein großer Pokal.

Kommandant Bauernfeind ernannte Steven Stürmer, Christian Wallner, Florian Kraus und Peter Geyer zu Feuerwehrmännern. Die Beförderung zum Hauptfeuerwehrmann ging an Markus Bassek, Oliver Meyer, Stephan Richter und Thomas Seitz. Neuer Löschmeister ist Johannes Schmid, Hauptlöschmeister sind Thomas Stöckl und Harald Gebauer.

Ärmelabzeichen gab es für langjährigen Dienst. Seit zehn Jahren dabei sind Andreas Kraus und Christoph Härtl, seit 20 Jahren Alexander Wurm und Michael Scharnagl, seit 30 Jahren Harald Gebauer und seit 40 Jahren Ludwig Grillmeier. Ein Geschenk gab es für Dominik Pokorny, er besuchte die meisten Übungen und Unterrichte. Weitere Gutscheine gingen an Christian Kempf, Alexander Hutterer und Klaus Helm. Dank galt Stefan Schwägerl und Patrick Gradl, die in eigener Regie in 181 Arbeitsstunden die alte Fahrzeughalle neu gestrichen haben.

Nachwuchs schwindet

Jugendwart Johannes Schmid berichtete von 22 Jugendlichen in der Wehr. Sorgen bereitet ihm die Tatsache, dass die Anzahl der jungen Leute in den kommenden Jahren weiter sinken wird. Bis zum Jahresende treten zehn Jugendliche der aktiven Mannschaft bei. Es gab 19 Übungen und 7 Unterrichte mit Schwerpunkt Gerätekunde. Schmid nannte das Menschenkickerturnier in Pechofen, das Leistungsabzeichen "Jugendflamme", die 24-Stunden-Schicht und die "Rama-Dama"-Aktion. Höhepunkt war das sechstägige Zeltlager im polnischen Ledziny mit 22 Personen. Dabei besuchten die jungen Leute auch das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Die polnischen Gäste werden vom 2. bis 6. Juni zum Zeltlager in Mitterteich erwartet.
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