Neue Technik fürs Hallenbad

Hausmeister Michael Wölfl (links) und Stefan Migula (Zweiter von rechts) informierten Bürgermeister Roland Grillmeier und Anni Lang vom Bauamt über den Fortschritt der umfangreichen Umbau- und Erneuerungsmaßnahmen im Hallenbad. Bild: lnz
Lokales
Mitterteich
19.09.2015
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Noch sind einige Restarbeiten zu erledigen und Feinabstimmungen vorzunehmen, Mitte nächster Woche soll der Betrieb aber losgehen. Mehr als 100 000 Euro hat die Stadt Mitterteich in die Erneuerung des Hallenbads gesteckt.

Stefan Migula vom Hallenbad-Team, Hausmeister Michael Wölfl und die Mitarbeiter von Fachfirmen aus der Region hatten in den vergangenen Wochen alle Hände voll zu tun, um eine komplett neue Filteranlage und eine neue Steuerungstechnik einzubauen und zum Laufen zu bringen. Eigentlich sollte die vor 50 Jahren gebaute und immer wieder nachgerüstete Filteranlage mit drei Kesseln heuer noch nicht ausgetauscht werden, doch aus wirtschaftlichen Gründen entschloss sich die Stadt, gleich einen Schnitt zu machen und ein effizienteres Nachfolgemodell anzuschaffen. "Auf lange Sicht kommt das günstiger", erklärte Michael Wölfl. Das Reinigungsverfahren mit Filtersand, das immer wieder für Probleme während des Badebetriebs gesorgt hatte, ist nun Geschichte. Stattdessen kommt eine hochmoderne Filteranlage zum Einsatz, deren Bedienung und Wartung deutlich weniger aufwendig ist.

Ohne Chlorgas

Ein großer Vorteil der erneuerten Anlagen ist auch, dass man nun ohne Chlorgas auskommt. "Das war schon eine Gefahrenquelle", betonte Bürgermeister Roland Grillmeier bei einem Ortstermin mit Anni Lang vom städtischen Bauamt. Künftig wird das Wasser völlig risikolos mit Hilfe von Chlorgranulat desinfiziert.

Fehler nicht erkannt

Als nicht optimal hat sich in den vergangenen Jahren die vollautomatische Steuerungsanlage erwiesen. "Einige Fehler haben wir dadurch nie erkannt", berichtete Stefan Migula von seinen Erfahrungen. Die neue Steuerungstechnik bietet mehr manuelle Eingriffsmöglichkeiten, wodurch sich Störungen besser vermeiden bzw. leichter beheben lassen.

Kosten gespart

"Es ist gut, dass man Mitarbeiter hat, die wissen, wovon sie reden", sagte Roland Grillmeier und hob hervor, dass Stefan Migula und Michael Wölfl viele Arbeiten in Eigenleistung erbracht hätten, wodurch die Stadt Kosten gespart habe. In der Investitionssumme von mehr als 100 000 Euro sind übrigens auch Ausgaben für den Austausch von Armaturen sowie andere Erneuerungsmaßnahmen in den Besucherbereichen enthalten. Zusätzlich ausgegeben hat die Stadt insgesamt rund 20 000 Euro für das neue Kassensystem mit Chipkarten (wir berichteten), wobei eine Einheit im Hallenbad und eine weitere in der Eishalle installiert wird.

Im Moment gilt es, noch einige "Kinderkrankheiten" der neuen Anlagen in den Griff zu bekommen, aber Mitte nächster Woche soll der Badebetrieb starten. Den genauen Termin will die Stadt kurzfristig bekanntgeben.
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