Neuer Preis bis zum Jahresende

Lokales
Mitterteich
27.03.2015
10
0

"Ich bin gespannt, wie sich die Neukalkulation auf den Wasserpreis auswirken wird", sagte Bürgermeister Roland Grillmeier jetzt im Stadtrat zum Bürgerentscheid vom 8. März. Weitere Themen waren das neue Gewerbegebiet beim Kreisverkehr und die Eishalle.

Der Bürgermeister machte deutlich, dass nun die Verwaltung gefordert sei, das Ergebnis der Abstimmung über die Wasser-Umlage umzusetzen. Mit den ersten Kalkulationen sei bis Ende dieses Jahres zu rechnen. Am 8. März hatten sich bei der entscheidenden Stichfrage 1720 Bürger für eine Umlage der Kosten zu 100 Prozent auf den Wasserpreis ausgesprochen, 1390 für eine 50/50-Mischkalkulation (wir berichteten).

Abgewogen hat die Verwaltung die eingegangenen Stellungnahmen zum geplanten Gewerbegebiet "Tirschenreuther Straße/Kreisverkehr". Bürgermeister Grillmeier erklärte, dass dort außer der BRK-Rettungswache ausschließlich mittelständische Unternehmen angesiedelt werden sollen, deren Tätigkeit möglichst nur tagsüber für Verkehr sorgt. Einig sei sich Grillmeier mit dem Landratsamt, dass Lärmschutzmaßnahmen getroffen werden müssen. Weiter habe das Rote Kreuz versichert, seine Fahrzeuge möglichst lärmschonend vom Grundstück zu bewegen. Sollte es dennoch hin und wieder zu Beeinträchtigungen kommen, bitte das BRK schon jetzt um Verständnis. Grillmeier berichtete zudem, dass ein Rückhaltebecken gebaut und es keine direkte Zufahrt von der Bundesstraße in das Gewerbegebiet geben werde. Nach dem ersten Auslegungsverfahren werde gleich das zweite folgen, so der Bürgermeister. Bis Ende Mai solle der endgültige Beschluss zum Bebauungsplan fallen.

"Mehr Luft zum Atmen"

Kurz ging Bürgermeister Grillmeier auf die Entscheidung im Kreisausschuss ein, wonach sich der Landkreis jährlich mit maximal 50 000 Euro am Defizit der Eishalle beteiligt (wir berichteten). Grillmeier dankte für diese Zusage und sprach von einer zukunftsweisenden Entscheidung. Erfreut zeigte er sich, dass man die überregionale Bedeutung der Einrichtung anerkannt habe. "Für uns ist das ein Erfolg, auch weil wir unsere freiwilligen Leistungen gerade in Zeiten der Stabilisierungshilfen zurückfahren", so Grillmeier. "Für die Stadt bedeutet das etwas mehr Luft zum Atmen." Allerdings solle diese Regelung vorerst nur für fünf Jahre gelten. Sollten größere Investitionen in der Eishalle anstehen, werde man sich mit dem Landratsamt abstimmen.

3. Bürgermeister Ernst Bayer kam erneut auf den von den Freien Wählern in der letzten Sitzung vorgelegten Antrag zu sprechen, wonach die Stadt Stellung gegen die geplanten Freihandelsabkommen nehmen sollte. Beispielhaft nannte Bayer die Stadt Waldsassen, die genau dies getan habe. Bürgermeister Grillmeier erklärte, dass man erst die Stellungnahmen des Gemeindetages zu diesem Thema abwarten wolle. Dann könne der Stadtrat entscheiden.
Weitere Beiträge zu den Themen: Bebauungsplan (4090)März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.