Paket gegen Hürden

Eine klare Absage erteilte der Mitterteicher Stadtrat der möglichen Umwandlung des Bereichs vor dem neuen Rathaus (Bild) in einen großzügigen Platz mit Veranstaltungsfläche. Dies könne zu einem späteren Zeitpunkt in Angriff genommen werden, so die einhellige Meinung. Einstimmig beschloss das Gremium dagegen die seit Jahren diskutierte Neugestaltung des Unteren Marktplatzes. Bild: lnz
Lokales
Mitterteich
17.12.2014
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In den nächsten zehn Jahren sollen viele Hürden fallen: Der Stadtrat billigte am Montag einstimmig ein Maßnahmenpaket zur Verwandlung Mitterteichs in eine barrierefreie Musterkommune. Als Pilotprojekt beschloss das Gremium die Neugestaltung des Unteren Marktplatzes.

In der Sitzung am Montagabend gab Architekt Erwin Wenzl einen kurzen Überblick über die Ergebnisse seiner mehrjährigen Arbeit und der zahlreichen Diskussionen(siehe Kasten). Bürgermeister Roland Grillmeier verwies ebenfalls auf die ausführliche Behandlung des Themas und dankte allen Beteiligten, darunter Lebenshilfe und Behindertenverbände, für ihre Beträge.

"Das Maßnahmenpaket soll beispielgebend sein für vergleichbare Kommunen in Bayern", betonte Grillmeier. Allerdings machte der Bürgermeister auch deutlich, dass es niemals gelingen werde, die Stadt komplett barrierefrei zu machen. Das Hauptaugenmerk liege deshalb auf den meistgenutzten Bereichen.

Beim Pilotprojekt auf dem Unteren Marktplatz stünden nun die Verlegung gehfreundlicher Beläge, die Verbesserung von Zugängen zu Geschäften und Lokalen sowie ein Lichtkonzept und ein Baumkonzept an. "Die Grundzüge werden wir nicht verändern." Über einzelne Details werde man noch im Bauausschuss und mit Anliegern beraten. Erfolgen würden die Bauarbeiten in zwei Abschnitten. "Dann müssen wir nicht beide Seiten gleichzeitig sperren", so Grillmeier. Die Ausschreibung soll bereits im Frühjahr starten.

Diskussion über Bäume

Die Sprecher aller Fraktionen lobten das Maßnahmenpaket und zeigten sich auch mit den mehrmals überarbeiteten Plänen für den Unteren Markt einverstanden. Eine kurze Diskussion entbrannte über die Lindenbäume, die nach aktuellem Stand entlang der Häuserzeile beim Modehaus Zeitler ausgetauscht, auf der gegenüberliegenden Seite aber nur zurückgeschnitten werden sollen. Reiner Summer (CSU) wunderte sich, warum man nicht einheitlich vorgehen wolle, weil das Problem der klebrigen Blüten ja überall bestehe.

Erwin Wenzl entgegnete, dass die Bäume auf der Nordseite enger beieinander und näher bei den Häusern stünden. Stefan Grillmeier (CSU) ergänzte, dass es über die Bäume auf der Südseite bislang keine Anliegerbeschwerden gegeben habe. Roland Grillmeier beendete die Diskussion mit dem Hinweis, dass die Stadt einen Baumpfleger beauftragt habe und man sich mit dem Thema noch im Detail befassen könne.

Eine klare Absage erteilten der Bürgermeister und alle Fraktionen dem Vorschlag Wenzls, auch gleich den Bereich vor dem neuen Rathaus in einen besser nutzbaren Platz umzuwandeln. Solange sich an der Straßen- und Kreuzungssituation nichts ändere, ergäbe dies keinen Sinn, so der Tenor. Ziel sei in der Zukunft ohnehin ein neues Gesamtkonzept für den Oberen Marktplatz.
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