Personalmangel bei Reservisten

Ihre Vereinsmeister ehrte die Schießgruppe der Krieger-, Soldaten- und Reservistenkameradschaft Mitterteich. Im Bild (von links) Klaus Speer, Stefan Badstieber, 2. Bürgermeister Stefan Grillmeier, Vereinsmeister Andreas Kempf, Wolfgang Danler und Vorsitzender Erich Fischer. Bild: jr
Lokales
Mitterteich
15.01.2015
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Kein Ehrensalut bei Begräbnissen, zu wenige Teilnehmer bei Wettbewerben: Der Mangel an aktiven Mitgliedern erschwert das Vereinsleben bei der Krieger-, Soldaten- und Reservistenkameradschaft Mitterteich.

Vorsitzender Erich Fischer informierte bei der Jahresversammlung im Kellnerhaus, dass die Kameradschaft nur noch 60 Mitglieder habe, der Altersdurchschnitt liege bereits bei 66 Jahren. Fischer bedauerte, dass aus Personalmangel bei Begräbnissen die Fahne des Vereins nicht mehr mitgeführt werden könne. Entfallen müssten auch das Lied "Vom guten Kameraden" und ein Ehrensalut. "Das ist derzeit personell nicht realisierbar. Vielleicht entspannt sich die Situation auch wieder", so Fischer. In Absprache mit den Angehörigen werden ein Bukett oder ein Kranz am Grab niedergelegt.

Spitzenplätze erreicht

Teilgenommen habe der Verein an allen weltlichen und kirchlichen Festen der Stadt sowie an verschiedenen Veranstaltungen in der Region, wie Fischer betonte. Tradition habe die Ehrenwache am Kriegerdenkmal am Volkstrauertag. Schießwart Stefan Badstieber bemängelte die nachlassende Beteiligung der Kameraden am Schießsport und an der Reservistenarbeit. Einige Veranstaltungen hätten nicht im gewohnten Umfang besucht werden können. Badstieber forderte die Mitglieder auf, sich wieder verstärkt für eine gelebte Kameradschaft einzusetzen, "bevor wir Gefahr laufen, lauter Einzelkämpfer zu werden". Die Schießgruppe habe 2014 acht Trainingsschießen absolviert. Beim Kreisschießen in Thumsenreuth seien zwei erste Plätze in der Mannschaftswertung sowie mehrere Spitzenplätze in der Einzelwertung erreicht worden. Vertreten gewesen sei die Kameradschaft auch bei Wettbewerben auf Bezirks- und Landesebene, wobei die Ergebnisse noch bekanntgegeben würden. Bei der Bundeswehr in Weiden habe man sich am Schützenschnurschießen und am Gockerlschießen beteiligt und eine Gans sowie eine Ente gewonnen. Aktuell verfüge die Kameradschaft über fünf Vereinsgewehre, neu sei ein Kleinkaliber-Revolver.

Für heuer kündigte Badstieber wieder die Teilnahme an diversen Schießveranstaltungen an. Weiter soll in Absprache mit der Stadt das Kriegerdenkmal gereinigt werden. Geplant sei nicht zuletzt eine ganztägige Pionierausbildung am Bleilochtal-Stausee in Thüringen.

2. Bürgermeister Stefan Grillmeier dankte dem Traditionsverein für sein ehrenamtliches Engagement und erwähnte beispielhaft die Ehrenwache am Volkstrauertag. Die KSRK leiste einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben in der Stadt. "Bitte macht weiter so", bestärkte er die Verantwortlichen in ihrem Bemühen, eine lebendige Kameradschaft zu erhalten. Angesichts der rückläufigen Mitgliederzahlen entschloss sich Stefan Grillmeier spontan, der Kameradschaft beizutreten.

Aufnahme in Stadtverband

In der anschließenden Aussprache wünschten sich die Mitglieder eine Aufnahme in den Stadtverband für Sport, weil die Schießgruppe sportlich aktiv sei und bei Bezirks- und Landessschießen immer wieder große Erfolge feiere. Stefan Grillmeier sicherte zu, dass man sich mit diesem Anliegen befassen werde.
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