Polizei erhofft sich Aufschluss durch Beifahrer
Unfallursache weiterhin rätselhaft

Knapp einen Kilometer hinter der Autobahnausfahrt Mitterteich-Nord in Richtung Hof ereignete sich am Montag der folgenschwere Unfall. Ein Polizeihubschrauber fertigte Luftbilder von dem schrecklichen Geschehen an, das drei Menschenleben und zwei Schwerstverletzte forderte. Bild: hfz
Lokales
Mitterteich
23.09.2014
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Noch immer gibt es keine Erkenntnisse, wie es zu dem Horrorunfall am Montag mit drei Toten auf der A 93 kommen konnte. Aufschlüsse erhofft sich die Polizei vom Beifahrer im Auto des Unfallverursachers. Doch der Österreicher liegt nach wie vor im Koma.

Auch am Tag nach dem schrecklichen Geschehen sind viele Fragen offen. Warum geriet der mit zwei Österreichern besetzte Mitsubishi vom rechten Fahrstreifen über die linke Spur in die Mittelleitplanke und wurde anschließend auf der Gegenfahrbahn gegen den Mercedes Sprinter und den Opel Astra katapultiert? Unaufmerksamkeit? Sekundenschlaf? Technischer Defekt?

Eine schlüssige Antwort konnten auch Arbeitskollegen der beiden Männer nicht geben, die in einem zweiten Auto hinter dem Geländewagen fuhren und das fürchterliche Geschehen vor ihnen mit ansehen mussten. Gemeinsam waren sie in aller Herrgottsfrühe in Österreich aufgebrochen.

Die Unfallstelle selbst liegt ziemlich genau einen Kilometer nach der Ausfahrt Mitterteich-Nord in Richtung Hof. Es geht leicht bergab, dann in eine leichte Rechts- und später in eine Linkskurve über. Der Bereich ist dort auf 130 km/h beschränkt, nachdem es vor Jahren immer wieder einmal zu schweren Verkehrsunfällen gekommen war, allerdings etwas weiter nördlich. Von einem Unfallschwerpunkt will heute aber niemand mehr sprechen.


Um sich ein genaues Bild zu machen, forderte die Autobahnpolizei am Montag auch einen Polizeihubschrauber an, der Luftaufnahmen mit allen Einzelheiten von der Unfallstelle anfertigte. Zusätzlich waren für eine exakte Vermessung die Fachleute des Vermessungsamtes Tirschenreuth vor Ort. Außerdem beauftragte die Staatsanwaltschaft Weiden die Experten des Dekra-Teams aus Bayreuth-Bindlach mit der Erstellung eines Gutachtens.

Bis das fertig ist, wird es noch einige Zeit dauern. Zwar war ein Sachverständiger gleich am Montag am Unfallort, um selbst Eindrücke von dem schrecklichen Geschehen zu sammeln. Die sichergestellten Fahrzeuge, teilweise nur noch Blechknäuel, aber werden erst heute untersucht. Und die Erkenntnisse daraus fließen dann später in einen Bericht für Polizei und Staatsanwalt. Mittlerweile aus dem Koma erwacht ist nach Angaben der Polizei der Beifahrer im Mercedes Sprinter. Der Mann soll auch ansprechbar sein, aber derzeit keine neuen Erkenntnisse zum Unfallhergang beitragen können.
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