Präsentation "Zwangsarbeit für Weißes Gold" wechselt von Mitterteich nach Sokolov
Ausstellung auf Wanderschaft

Lokales
Mitterteich
23.01.2015
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"Zwangsarbeit für Weißes Gold" - so lautet der Titel einer Ausstellung, die jetzt im Mitterteicher Museum zu Ende ging. Konzipiert wurde sie von Dr. Christian Schölzel vom Berliner Büro "Culture & More", der auch das Museum eingerichtet hatte. Auf mehreren Stellwänden, ergänzt durch verschiedene Porzellanobjekte aus dieser Zeit, wurde daran erinnert, dass Staat, NS-Organisationen und Unternehmer vor und während des Zweiten Weltkriegs in der keramischen Industrie Zwangsarbeiter beschäftigten.

Das Zentrum der Produktion befand sich im nordöstlichen Bayern, in Thüringen und im westlichen Grenzgebiet der Tschechoslowakei, die 1938 gewaltsam unter deutsche Herrschaft gelangte. Menschen aus verschiedensten europäischen Ländern mussten bei der Erzeugung von Zier-, Gebrauchs- und Technikporzellan für den militärischen und zivilen Bedarf Zwangsarbeit verrichten.

Über 700 Besucher

Mehr als 700 Besucher haben die Sonderschau, die in Zusammenarbeit mit dem Museum Sokolov, dem Nationalarchiv Prag und dem Porzellanikon in Selb entstanden war, zwischen Oktober 2014 und Januar 2015 in Mitterteich besichtigt. In diesen Tagen wurde die Ausstellung nun abgebaut und von Bürgermeister Roland Grillmeier, Maria Kunz und Reinhold Csakli an das Museum in Sokolov/Tschechien weitergeleitet und dem dortigen Leiter Michael Rund übergeben.

Zu sehen ist die Präsentation in Sokolov zusammen mit einer Ausstellung über das Ende des Zweiten Weltkriegs noch bis zum 15. Februar 2015. Anschließend zieht die Ausstellung weiter ins Nationalarchiv Prag. Zum Abschluss wird sie noch vom 31. März bis zum 30. April 2015 m Porzellanikon Selb gezeigt.
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