Prinzessin und Reich für gutes Herz

Rasant auf dem Eis, die Prinzessin, Henriette Gräßler.
Lokales
Mitterteich
24.01.2015
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Lebendige Weinfässer, Wirte, die Gold schon auf sehr große Entfernungen riechen und eine Prinzessin, die nicht lacht. Das und vieles mehr sahen am Freitag 2100 begeisterte Zuschauer. Der Dresdner Eislauf-Club zeigte das Märchen "Die goldene Gans".

Das Märchen von der goldenen Gans stammt von den Brüdern Grimm. Mit ihm gastierte der Dresdner Eislauf-Club zum sechsten Mal infolge in der Eishalle. Mit fast 100 Darstellern waren die Sachsen angereist und zeigten wie gewohnt eine solide, knapp einstündige, Aufführung.

Über 20 Jahre

Seit mehr als 20 Jahren gibt es das Eismärchen in Dresden. Das Besondere daran ist, dass dabei Teilnehmer aus allen Gruppen des Clubs, ob Profis oder Amateure, und aus jeder Altersklasse mit dabei sind. Zur Geschichte der goldenen Gans: Ein Vater hat drei Söhne. Der jüngste hört auf den Namen Dummling und wird bei jeder Gelegenheit verspottet. Eines Tages wird der älteste, Kunz, vom Vater zum Holzmachen in den Wald geschickt. Die Mutter gibt ihm Eierkuchen und auch Wein mit. Im Wald trifft er auf ein graues Männchen.

Elektroauto auf dem Eis

Das bittet ihn, etwas von seinem Proviant abzugeben. Als er das nicht tut, nutzt das Männchen seine magischen Kräfte und sorgt dafür, dass Kunz (Juliane Wagner) seine Axt nicht zu fassen bekommt und ihr bis nach Hause hinterherläuft. Die Szene haben die Bühnenbildner elegant mit einem Elektroauto inszeniert, auf dem eine Axt mit Klebeband fixiert war und mit ihr über das Eis fetzte.

Ein ähnliches Schicksal ereilt tagsdrauf den anderen Bruder. Franz gibt ebenfalls nichts von seiner Verpflegung ab. Das Männchen straft ihn in der Weise, dass der Hieb mit dem Beil das eigene Bein trifft und er verletzt nach Hause humpeln muss. Dummling überredet den Vater, ihn in den Wald zu schicken. Von der Mutter bekommt er Aschenkuchen und saures Bier als Proviant mit.

Natürlich begegnet auch Dummling dem Männchen. Im Gegensatz zu den Brüdern gibt er gerne etwas von seiner Brotzeit ab. Als er das Bündel mit den Speisen öffnet, hat sich der Aschenkuchen in leckeren Eierkuchen und das saure Bier in guten Wein verwandelt.

Das Männchen zeigt Dummling aus Dankbarkeit einen Zauberbaum. Als er ihn fällt, findet er eine goldene Gans und nimmt sie mit. Die Wirtstöchter kommen vorbei, wollen ihr eine Feder stehlen und bleiben daran kleben. Sie sind an ihr fixiert und müssen immer dorthin gehen, wo Dummling mit seiner Gans hingeht. Ein Anblick bei dem sogar die Königstochter, die noch nie lachen konnte, lauthals lachen muss. Der König hatte ein Gesetz erlassen, dass derjenige, der seine Tochter zum Lachen bringt, sie zur Frau bekommt.

Weitere Bedingungen

Dummling als Schwiegersohn? Der Gedanke missfällt dem König. Er stellt weitere Bedingungen. Dummling soll jemanden finden, der in der Lage ist, den königlichen Weinkeller leerzutrinken und einen riesigen Berg Brot zu essen. Das graue Männchen kommt ihm zu Hilfe. Der Hochzeit steht nichts mehr im Wege. Mit dem großen Fest verabschiedeten sich die Eisläufer von den Zuschauern in der Eishalle.

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Weitere Bilder im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/mitteismaerchen2015
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