Regionaler Schulterschluss

Bei Mitterteicher Zoiglbier und einer deftigen Brotzeit unterhielten sich Mandatsträger zum Thema "Enquete-Kommission Ländlicher Raum". Mit dabei waren (von links) Bürgermeister Johann Burger (Leonberg), Wolfgang Kaiser (Geschäftsführer Ikom Stiftland), Bürgermeister Roland Grillmeier (Mitterteich), MdL Tobias Reiß, stellvertretender Landrat Dr. Alfred Scheidler, MdL Martin Schöffel, Professor Dr. Lothar Koppers, Martin Schmid (Geschäftsführer Steinwald-Allianz) und Bürgermeister Josef Schmidkonz (Mähring).
Lokales
Mitterteich
28.06.2015
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Das Ziel ist klar, der Weg noch nicht: Gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Bayern will die "Enquete-Kommission Ländlicher Raum". Bei Zoiglbier und zünftiger Brotzeit ging es jetzt um neue Ideen. "Die finden den Weg zum Geld", so MdL Tobias Reiß.

"Wir müssen vor Ort Konzepte erarbeiten, die förderfähig sind", sagte der Abgeordnete bei der Vorbesprechung in der Zoiglstube Lugert. Mit dabei waren sein oberfränkischer Landtagskollege Martin Schöffel sowie heimische Mandatsträger. Im Herbst kommt der Vorsitzende der Kommission, MdL Berthold Rüth, in den Landkreis.

Der Enquete-Kommission "Ländlicher Raum" gehören 13 Landtagsabgeordnete und acht Experten an, darunter auch Professor Dr. Lothar Koppers. Seit vergangenen Oktober gibt es diese fraktionsübergreifende Einrichtung. Sie soll Vorschläge erarbeiten, wie das Ziel der gleichwertigen Lebensverhältnisse erreicht werden kann. "Noch vor den Landtagswahlen sollen erste Vorschläge vorliegen", teilte Professor Dr. Koppers mit. Die Kommission trifft sich einmal pro Monat im München.

Professor Dr. Koppers wusste von vielen Projekten im städtischen Umfeld, die umgesetzt werden sollen. Bürgermeister Roland Grillmeier: "Wir wollen keine Gleichmacherei, sondern gleich gute Lebensbedingungen." In der Diskussion ging es dann um Themen wie Demografie, Leerstand, Arbeitsplätze und Bildung. Grillmeier, der auch Vorsitzender der "Ikom Stiftland" ist, sagte, "wir wollen die Marke Stiftland noch mehr rausstellen. Wir hatten einen guten Start. Diese Vorarbeit gilt es jetzt zu intensivieren".

MdL Tobias Reiß brachte einen Art Nordoberpfalz-Plan ins Gespräch, mit dem Projekte angestoßen werden können. "Wir brauchen landkreisübergreifende Konzepte, die auch umsetzbar sind. Wir brauchen einen regionalen Schulterschluss." In die gleiche Kerbe schlug auch MdL Martin Schöffel. Sein Wunsch war es, dass die Region noch mehr an einem Strang zieht.

Martin Schmid, Geschäftsführer der Steinwald-Allianz, nutzte die Gelegenheit, diesen kommunalen Zusammenschluss, der seit zwölf Jahren besteht, näher vorzustellen. Mit dabei sind 16 Kommunen. Der Schwerpunkt galt seit jeher dem Tourismus. MdL Schöffel wusste von einer geplante Projektdauer von zwei Jahren. "Aber an einer Verlängerung wird wohl kein Weg vorbeiführen." Bürgermeister Roland Grillmeier nannte die Vermarktung des Stiftlandes mit dem Zoiglbier einen ersten Ansatzpunkt. Als möglichen Botschafter nannte er dabei Norbert Neugirg, von der Altneihauser Feierwehrkapell'n.

"Gute Konzepte dürfen nicht an den Landkreis- und Bezirksgrenzen scheitern", sagte Grillmeier, der sich durchaus mit den oberfränkischen Nachbarn in einem Boot sah. Martin Schöffel meinte denn auch. "Wir haben nur eine Chance, wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen." MdL Tobias Reiß konnte sich die Gründung eines Nordoberpfalz-Fonds vorstellen, mit dem Geld zweckgebunden für Projekte in der Region eingesetzt werden.
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