Rotes Ei schlägt blaues

Beim Oierhirtn hatten vor allem die Kinder ihren Spaß. Bild: jr
Lokales
Mitterteich
07.04.2015
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Premiere für Stefan Grillmeier: Der amtierende Rathauschef trat im "Eier-Duell" gegen Willi Schneider an, dem Organisator und Leiter des Oierhirtns am Stiftländer Heimatbrunnen. Der Wettbewerb war rasch entschieden.

Stefan Grillmeier hatte ein rotes Ei gewählt, Willi Schneider bevorzugte ein blaues - in diesem Durchgang offenbar das mit der weicheren Schale. Der Lohn für den Sieg des Bürgermeister-Stellvertreters war das geschundene Ei des Unterlegenen. Doch lange dufte sich Grillmeier nicht freuen. Er musste nach einigen weiteren Durchgängen ebenfalls sein Ei hergeben. Bei strahlendem Sonnenschein am Johannisplatz freute sich Willi Schneider über viele Besucher. Es werden wohl über 100 Gäste gewesen sein, die an den Stiftländer Heimatbrunnen gekommen waren. Der war im Vorfeld von Mitgliedern des Burschenvereins österlich geschmückt worden.

Bemalt hatten die über 800 Eier, die den Brunnen jetzt in den kommenden Tagen schmücken, die Kinder der beiden Kindergärten der Stadt. Schneider dankte den Burschen und den Kindern für ihren Einsatz und wünschte frohe Ostern.

"Oh Or, etz geht's da droa"

"Groß und Klein, Alt und Jung sind heute gekommen, um zu setzen: Wer hat die härtesten Ostereier?", sagte Schneider gut gelaunt. "Oh Or, etz geht's da droa", mit diesen Worten forderte Schneider den 2. Bürgermeister Stefan Grillmeier heraus. Grillmeier wiederum hob die Bedeutung dieses Brauchtums hervor und dankte Willi Schneider, der jetzt schon seit Jahrzehnten diese Tradition aufrecht erhält, sowie dem Burschenverein und den beiden Kindergärten für die Unterstützung im Vorfeld.

"Du machst Eiersalat"

Nach dem offiziellen Teil maßen sich große und kleine, ältere und jüngere Besucher mit "Spitz af Spitz, Ruck af Ruck". So mancher erfahrener "Oierhirter" musste klein beigeben: "Du machst aus meinem Ei ja einen Eiersalat", meinte ein Senior, als ihm ein kleines Mädchen allzu sehr sein Ei zerdepperte. Während sich die kleinen Sieger freuten, zogen die Verlierer von dannen. Nach etwa 30 Minuten war das Spektakel vorbei. (Hintergrund
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