"Schachzentrale des Stiftlands"

Lokales
Mitterteich
22.05.2015
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Seit 58 Jahren steht Franz Freundl an der Spitze des Schachclubs Mitterteich. Beim Ehrenabend zum 90-jährigen Bestehen war er aus gesundheitlichen Gründen verhindert, weshalb er die Verdienstnadel in Gold mit Brillanten und Kreuz, die höchste Verbandsauszeichnung, in Abwesenheit erhielt.

Vorstandsmitglied Paul Trapp informierte, dass 35 Mitglieder zum Verein zählten, wobei die Hälfte noch immer aktiv Schach spiele. "Unseren Verein zeichnet aus, dass wir uns regelmäßig zu Schachabenden treffen. Das gibt es im gesamten Landkreis nicht mehr", sagte Trapp und ergänzte selbstbewusst: "Wir sind die Schachzentrale im Stiftland." Dankbar zeigte er sich, dass der Club im Mehrgenerationenhaus eine neue Heimat gefunden habe. Bürgermeister Roland Grillmeier sprach von einem besonderen Jubiläum und würdigte Franz Freundl, der von seinen bisher 62 Mitgliedsjahren 58 Jahre an der Spitze des Vereins verbracht habe. "Ich kenne keinen Verein, bei dem eine Person schon so lange an der Spitze steht."

Gespräche zu "Schach AG"

Schach sei ein Sport für Jung und Alt, so Grillmeier weiter. Er selbst habe früher auch gelegentlich gespielt, ehe es ihn zum Schafkopfen gezogen habe. "Weil das leichter und wohl auch unterhaltsamer ist." Schach sei ein Strategiespiel, das viel Übung erfordere. Dank zollte er dem Club für die nicht ganz einfache Jugendarbeit. Für die Zukunft regte er Gespräche zur Gründung einer "Schach-AG" in der Schule an, um wieder mehr Nachwuchs zu generieren.

Kreisvorsitzender Gerhard Groschwitz überbrachte die Glückwünsche der Schachclubs aus der Region, Andreas Malzer gratulierte als Kreisvorsitzender im Namen des BLSV. Malzer zollte dem Verein und vor allen den Führungskräften Respekt für das jahrzehntelange Engagement. "Schach steht nicht so im Blickfeld der Öffentlichkeit, es geschieht eher im Verborgenen. Umso größer ist der Dank für das ehrenamtliche Engagement", so Malzer. "Sie sind ein kleiner Kreis, der aber Großes leistet."

Spielgemeinschaft

Stadtverbandsvorsitzender Peter Haibach, der selbst aktiver Schachspieler ist, freute sich über den Aufstieg in die Bezirksliga und stellte besonders die Arbeit des Vorsitzenden Franz Freundl heraus. Seine Unterstützung sicherte Haibach im Bemühen zur die Bildung einer Spielgemeinschaft mit dem Schachclub Marktredwitz zu.

Gefeiert wurde beim Ehrenabend auch der im März erreichte Aufstieg von der Kreisklasse in die Bezirksliga Oberfranken Ost (wir berichteten). Sechs von sieben Begegnungen hatte das Team mit Hans Lugert, Stephan Krämer, Alexander Jost, Marco Hensel, Herbert Baier, Peter Haibach und Paul Trapp gewonnen. Geehrt wurden nicht zuletzt Stadtmeister Paul Trapp, Vizemeister Herbert Baier und der Drittplatzierte, Michael Mücke.
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