"Sie waren wichtige Ratgeber"

Ihre im Frühjahr ausgeschiedenen Stadträte ehrte jetzt der CSU-Ortsverband. Im Bild (von links) Fraktionsvorsitzender Josef Schwägerl, Wilhelm Forster, Ortsvorsitzender Roland Grillmeier, Karola Kamm, Kreisvorsitzender und MdL Tobias Reiß und Erhard Sommer, der auch zum Ehrenmitglieder ernannt wurde. Bild: jr
Lokales
Mitterteich
28.10.2014
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"Sie haben sich große Verdienste erworben und Weichen gestellt." Mit diesen Worten würdigte Bürgermeister und CSU-Ortsvorsitzender Roland Grillmeier die im Frühjahr ausgeschiedenen Stadträte seiner Partei. Eine besondere Ehrung gab es für Erhard Sommer.

Erhard Sommer (36 Jahre im Stadtrat), Karola Kamm (30 Jahre im Gremium) und Wilhelm Forster (24 Jahre im Stadtrat) erhielten neben Dankurkunden auch bayerische Löwen aus Porzellan. "Alle drei waren für mich wertvolle Ratgeber", sagte Roland Grillmeier. "Ich konnte mich auf sie immer verlassen, sie waren zuverlässig und teamfähig", so der CSU-Ortsvorsitzende weiter. Erhard Sommer, der zudem 18 Jahre lang an der Spitze des Ortsverbands stand, wurde zum Ehrenmitglied ernannt.

Ziele größtenteils erreicht

Roland Grillmeier dankte bei der Versammlung im Marktcafé des Mehrgenerationenhauses allen Mitgliedern für ihren stetigen Einsatz. "Wir als CSU sind gut aufgestellt, haben die Stadtratsmehrheit verteidigt und unsere Ziele größtenteils erreicht", so der Ortsvorsitzende mit Blick auf die Kommunalwahl. Mit Reiner Summer, Johannes Schaumberger und Andreas Kempf seien drei Neulinge in den Stadtrat eingezogen, die die Arbeit seitdem belebten.

Sorgen bereite dem Bürgermeister die Einwohnerentwicklung. 1970 habe der Anteil der unter 18-Jährigen noch bei 30 Prozent gelegen, seitdem habe sich deren Anteil halbiert. In die Zukunft blickend berichtete Grillmeier, "dass wir gemeinsam mit der Stadt Waldsassen und dem Markt Wiesau an einem interkommunalen Gewerbegebiet an der A 93 arbeiten".

Gebühren anpassen

Erworben habe die Stadt zwischenzeitlich das ehemalige Postgebäude, auch um gegen die Leerstandproblematik vorzugehen. "Wir investieren viel, haben aber wenig Einnahmen", brachte Grillmeier ein grundsätzliches Problem auf den Punkt. Zur Umlegung der Kosten für die Sanierung der Wasserversorgung sagte Grillmeier, dass man sich an Recht und Gesetz halten müsse. Gleichzeitig kündigte er an, eine gerechte Lösung finden zu wollen. Der Bürgermeister zeigte sich überzeugt, dass die Stadt auch weiter Geld in die Hand nehmen müsse, um die Infrastruktur aufrecht zu erhalten. Die städtischen Gebühren werden wohl steigen müssen. "Wir werden unsere Gebühren für diverse Einrichtungen anpassen müssen."

Weiter informierte Grillmeier, dass die Stadt den Landkreis um Unterstützung beim Betrieb der Eissporthalle gebeten habe. Schließlich sei sie die einzige vergleichbare Einrichtung dieser Art im Landkreis. "Warum soll dann die Stadt alleine das Defizit übernehmen?"

Eigene Kapazitäten

CSU-Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter Tobias Reiß gab zu bedenken, dass man um den Bau neuer Stromtrassen nicht herumkomme. "Fakt ist, der Verbrauch ist gestiegen." Die umstrittene Gleichstromtrasse werde in der bisher geplanten Form aber wohl nicht kommen. Im Landtag sei man zum Schluss gekommen, dass Bayern eigene Erzeugungskapazitäten brauche. "Wir können uns nicht vom Norden Deutschlands abhängig machen." (Weiterer Bericht folgt)
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