Sonderausstellung "Zwangsarbeit für Weißes Gold" jetzt in Hermsdorf
Letzte Station erreicht

Lokales
Mitterteich
29.06.2015
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Eine Ausstellung über dunkle Zeiten in der Geschichte ging Ende Januar im Mitterteicher Museum zu Ende: "Zwangsarbeit für Weißes Gold". Konzipiert hatte diese Ausstellung Dr. Christian Schölzel, vom Berliner Büro "Culture & More", der auch das Mitterteicher Museum eingerichtet hatte. Auf mehreren Stellwänden, ergänzt durch verschiedene Porzellanobjekte aus jener Zeit, wurde daran erinnert, dass Staat, NS-Organisationen und Unternehmer während des Zweiten Weltkrieges in der keramischen Industrie Zwangsarbeiter beschäftigten. Das Zentrum der Produktion befand sich im nordöstlichen Bayern, in Thüringen und im westlichen Grenzgebiet der Tschechoslowakei, die 1938/39 gewaltsam unter deutsche Herrschaft gelangte. Menschen aus verschiedensten europäischen Ländern mussten zwangsweise Zier-, Gebrauchs- und Technikporzellan für den militärischen und zivilen Bedarf produzieren.

Trotz des nicht einfachen Themas haben immerhin mehr als 700 Besucher die Ausstellung im Mitterteicher Museum besucht, wo sie von Oktober 2014 bis Januar 2015 zu sehen war. Auf enormes Interesse war die Sonderausstellung auch im Museum Sokolov, im Nationalarchiv Prag und im Porzellanikon Selb/Hohenberg gestoßen. Kürzlich wurde sie nun nach Hermsdorf weitergeleitet, die letzte Station auf der Rundreise. Die Übergabe wurde per Vertragsunterzeichnung durch Hermsdorfs Bürgermeister Gerd Pillau und Mitterteichs 2. Bürgermeister Stefan Grillmeier besiegelt. Mit dabei waren auch Maria Kunz und Reinhold Csakli vom Mitterteicher Museumsteam.

In Hermsdorf ist die Sonderschau nochmals bis zum 24. Juli zu sehen. Entstanden war die Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Museum Sokolov, dem Nationalarchiv Prag und mit dem Porzellanikon Selb.
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