Start mit Silvesterraketen

BRK-Kreisgeschäftsführer Holger Schedl (links), Raimund Köstler (Vierter von links), Manfred Maurer (Sechster von links), Michael Wölfl (Zweiter von rechts) und Matthias Dittrich (rechts) erklärten Fraktionsvorsitzendem Bernhard Thoma (Fünfter von links) und den Freien Wählern, wie es in Zukunft läuft beim Roten Kreuz. Bild: wro
Lokales
Mitterteich
22.10.2015
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Fünf Monate nach dem ersten Spatenstich hat sich allerhand getan am Kreisverkehr. In unmittelbarer Nähe zur B 299, B 15 und A 93 ist die neue Rettungswache fast fertig.

Der Estrich ist fertig verlegt, die Heizung läuft bereits auf Normalbetrieb. In der künftigen Rettungswache ist es behaglich warm: "Wir heizen hier, damit der frische Estrich trocknen kann", erklärt BRK-Rettungsdienstleiter Manfred Maurer.

Kreisgeschäftsführer Holger Schedl zeigt sich überzeugt: "Wir feiern am 31. Dezember hier Silvester und pünktlich ab 1. Januar 2016 um 0 Uhr kann der Rettungswagen von Mitterteich weg starten." Die Büroräume, der Medikamentenraum und die Ruheräume sind fast fertig, es fehlen eigentlich nur noch die Technik und die Innenausstattung. Eine Dekontaminationsschleuse sorgt künftig für den optimalen Schutz vor Keimen in der neuen Rettungswache.

Die Mitglieder der Freien Wähler Mitterteich waren mit einem kleinen Geschenk gekommen, um sich vor Ort vom Baufortschritt und den künftigen Einrichtungen ein persönliches Bild machen zu können. Fraktionsvorsitzender Bernhard Thoma hatte zu dieser Baustellenbesichtigung eingeladen. Durch die Räume führten Holger Schedl und Rettungsdienstleiter Manfred Maurer, begleitet vom stellvertretenden taktischen BRK-Leiter Matthias Dittrich, Bereitschaftsleiter Michael Wölfl und Wachleiter Reimund Köstler.

Der zentral gelegene Rettungsmittelstandort Mitterteich mit seinem Rettungswagen und den beiden Einsatzkräften kann im medizinischen Notfall ab 2016 innerhalb von 12 Minuten nach der Alarmierung wertvolle Hilfe leisten. Das Zusammenspiel von Helfern vor Ort (HVO), Rettungswagen und Notarzt wird in der Leitstelle Weiden koordiniert, wo auch die Notrufe auflaufen.

Matthias Dittrich, einer der ehrenamtlichen Helfer, erläuterte die Arbeit seiner Kollegen: "Wir sind hier seit über 19 Jahren rund um die Uhr gefordert. Auch wenn wir bald die Rettungswache in Mitterteich haben, sind unsere HVO-Leute weiterhin im Einsatz. Wir beschränken uns nicht nur auf die Hilfe im Raum Mitterteich. Wir helfen, wo wir gebraucht werden, sei es in Waldsassen, Konnersreuth oder anderswo, Stadtgrenzen gibt es für uns nicht", betonte Dittrich. Derzeit blickt die HVO-Truppe auf 405 Einsatzstunden zurück. "Am Jahresende werden wir die 500 Stunden vollmachen."

Mitterteich erhielt aus logistischen Gründen den Zuschlag für die Rettungswache (Info-Kasten), die vom BRK betrieben wird. Dass man sich bei der Planung nicht auf eine reine Containerlandschaft, sondern auf einen erweiterbaren Bau einigte, zeugt von Weitblick und dem enormen Engagement der Rotkreuzler. Stolz ist Dittrich auch auf das eigene Einsatzfahrzeug, mit dem jährlich bis zu 6000 Kilometer Einsatzwege zurückgelegt werden. "Das gehört uns nicht nur, das haben wir selbst finanziert und auch selbst erarbeitet."

Manfred Maurer und Kreisgeschäftsführer Holger Schedl erläuterten die geplanten Einrichtungen. Neben den hygienisch wichtigen Räumen entstehen auch Sozial- und Verwaltungsräume. Das Obergeschoss bleibt noch leer. "Aber man weiß ja nie, was kommt. Dann können wir rasch erweitern." Manfred Maurer ist stolz darauf, dass nicht nur eine neue, sondern auch effektive Einrichtung seiner Vollendung entgegengeht.
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