Stolz auf Top-Note

Mihaela Rupp (Bildmitte), Leiterin des Phönix-Lebenszentrums in Mitterteich, informierte Abgeordneten Reiner Meier (links) und Bürgermeister Roland Grillmeier (rechts). Themenschwerpunkt war die Gesundheitspolitik. Bild: jr
Lokales
Mitterteich
29.12.2014
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"Die Pflege wird immer härter", erkannte Bundestagsabgeordneter Reiner Meier. Und er versprach bei seinem Besuch im Phönix-Lebenszentrum "Haus Mitterteich": "Wir werden hier etwas tun."

"Wir brauchen für die Pflege eine höhere finanzielle Ausstattung und eine bessere Bezahlung für die Mitarbeiter." Auch plädierte der CSU-Abgeordnete für weniger Bürokratie und den Abbau der Dokumentationsvorschriften.

Mit berechtigtem Stolz informierte Mihaela Rupp, Leiterin des Mitterteicher Phönix-Lebenszentrums, Reiner Meier (begleitet von Bürgermeister Roland Grillmeier) über die Senioreneinrichtung. Immerhin hatte der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MdK) das Haus mit der Note 1,0 bedacht.

90 Mitarbeiter

Natürlich kamen auch Probleme zur Sprache: "Mit Bürokratie und Dokumentation geht viel Zeit verloren. Dies ist Zeit, die bei der Betreuung der Senioren fehlt." Mihaela Rupp erläuterte: "Bei uns kümmern sich 90 Mitarbeiter, darunter 13 Auszubildende, um das Wohl der Bewohner." Insgesamt bietet das Haus Platz für 110 Bewohner, "wobei wir nahezu ausgebucht sind". Nachwuchsprobleme beim Personal gebe es nicht. "Wir bekommen jedes Jahr genügend junge Leute für die Ausbildung", sagte Mihaela Rupp. Reiner Meier versicherte: "Die Politik hat erkannt, dass sie in Sachen Pflege aktiv werden muss." Ihm sei Qualität bei der Betreuung der Senioren wichtig. "Die tatsächlich anfallenden Leistungen müssen auch abgerechnet werden."

Anreize für Ärzte

Thema war auch die Hygiene. Darauf werde im Mitterteicher Haus großer Wert gelegt. "Wir haben sogar eine eigene Hygienefachkraft." Stichwort ärztliche Versorgung auf dem Land: Reiner Meier wusste von finanziellen Anreizen der Politik für Ärzte, die aufs Land wechseln und dort ihre eigene Praxis eröffnen. "Bis zu 60 000 Euro Förderung sind für Allgemeinärzte da möglich." Das Geld komme vom Freistaat Bayern. Bleibe der Arzt, brauche er die 60 000 Euro nicht zurückzahlen.

Nicht fehlen durfte ein Rundgang im Phönix-Lebenszentrum. Reiner Meier und Bürgermeister Roland Grillmeier plauderten mit den Bewohnern.
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