Strengste Sicherheitsauflagen

Eine Delegation der Bürgerinitiative "Gegen Atomare Anlagen" besichtigte am Dienstag die GRB-Sammelstelle in Mitterteich. Mit dabei waren unter anderem Grünen-Kreisrätin Heidrun Schelzke-Deubzer (Zweite von rechts), Hilde Lindner-Hausner (Mitte) und die Wunsiedler Grünen-Kreisvorsitzende Brigitte Artmann (Fünfte von links). Betreut wurden sie von Stefan Ide (rechts), Technischer Leiter der Sammelstelle, GRB-Geschäftsführer Wolfgang Kolb (Dritter von rechts) und Reinhard Kegenbein (Fünfter von rechts). Bild:
Lokales
Mitterteich
06.11.2014
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Einblicke ins abgeschottete Innere der GRB-Sammelstelle für radioaktive Stoffe erhielt am Dienstag eine Delegation der Bürgerinitiative "Gegen Atomare Anlagen". Dabei berichtete Geschäftsführer Wolfgang Kolb, dass die Betriebsgenehmigung der Einrichtung derzeit bis 2028 gelte.

"Unsere einlagernden Abfallgebinde sind zur Einlagerung in das Bundesendlager Konrad vorgesehen", informierte Wolfgang Kolb die Vertreter der Bürgerinitiative, darunter Grünen-Kreisrätin Heidrun Schelzke-Deubzer und Brigitte Artmann, Vorsitzende des Wunsiedler Grünen-Kreisverbands. Geplant sei die Eröffnung dieses Endlagers nach aktuellem Stand für das Jahr 2022.

Nur Abfälle aus Bayern

Um die zehn Besucher kümmerten sich neben GRB-Geschäftsführer Wolfgang Kolb auch Technischer Leiter Stefan Ide und Reinhard Kegenbein von der kaufmännischen Verwaltung. Bei Kaffee und Plätzchen gab Wolfgang Kolb einen Überblick über Geschichte und Aufgaben der Sammelstelle, in der seit 1987 schwach- und mittelradioaktive Abfälle aus kerntechnischen Anlagen in Bayern eingelagert werden. Zur Verfügung stehen zwei Lagerhallen, eine sogenannte EVU-Halle mit einer genehmigten Kapazität von bis zu 40 000 Abfallgebinden und eine LBA-Halle, wo bis zu 10 000 Gebinde Platz finden könnten. Aktuell seien 14 000 bzw. 1003 Gebinde vor Ort untergebracht. 83 Prozent der Abfälle befänden sich in 200- bzw. 400-Liter-Stahlfässern, der Rest in Gussbehältern. Die Gäste erfuhren weiter, dass Anlieferung und Lagerung des radioaktiven Abfalls unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen erfolgten - zum Teil sogar vollautomatisch.

Zwei große Übungen

Wolfgang Kolb erklärte, dass zweimal jährlich große Übungen mit der örtlichen Feuerwehr auf dem Plan stünden, um für eventuelle Ernstfälle gerüstet zu sein. Auf NT-Nachfrage gab Wolfgang Kolb im Anschluss zu verstehen, dass es für "Panikmache" im Zusammenhang mit der Anlage keinen Grund gebe.

Nach dem Vortrag führte Stefan Ide die Gäste durch die Lagerhallen und den Kontrollbereich, wo absolutes Fotoverbot herrscht. Zum Abschluss kamen die GRB-Vertreter und die Besucher noch zu einer allgemeinen Diskussion zusammen.
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