Tiroler Rosen und Weibermarsch

Das Kammerorchester im Stiftland mit Dirigent Jakob Johannes Schröder stimmte das Publikum mit symphonischen Werken auf den Abend ein.
Lokales
Mitterteich
20.01.2015
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Mit beschwingten Melodien aus der Welt der Operette starteten die Mitterteicher musikalisch in das neue Jahr. Ins abschließende Lied "Pfüat enk Gott" stimmten die Besucher begeistert ein.

Mit weit über 400 Gästen sehr gut besucht war das sechste Neujahrskonzert der Stadt Mitterteich am Samstag in der Mehrzweckhalle. Bürgermeister Roland Grillmeier freute sich nicht nur über die zahlreichen Zuhörer, die die Stuhlreihen in der Mehrzweckhalle komplett füllten, sondern genauso über die Musiker, die allesamt aus der Region kommen.

Das Kammerorchester im Stiftland und das Musiktheater-Ensemble der Kreismusikschule hatten ein sehr hörenswertes zweieinhalbstündiges Programm auf die Beine gestellt. Das Orchester eröffnete das Konzert mit symphonischen Werken. Schöne Holzbläserklänge waren im 4. Satz der Symphonie Nr. 4 von Felix Mendelssohn Bartholdy zu hören. Dirigent Jakob Johannes Schröder hielt seine Musiker mit eindringlichen Gesten auch in schwierigen Passagen gut zusammen. Majestätische Klassik und hüpfend-fröhliche Tanzrhythmen in der Londoner Symphonie Hob. 104 von Joseph Haydn gelangen dem Orchester sehr gut. Nach der Pause traten die Teilnehmer der Musiktheaterklasse auf die Bühne. Unter Leitung von Carol Bischoff, die auch durch das weitere Programm führte, zeigten die Sänger ihr Können und schauspielerisches Talent. Begleitet wurden sie vom Orchester, das seinen Part sehr souverän ablieferte. Zahlreiche Lieder, im Duett, Terzett oder gemeinsam von allen gesungen, ließen beim Publikum gute Laune aufkommen. Mitgeklatscht wurde beim schmissigen "Weibermarsch" aus "Die lustige Witwe" von Franz Lehar. Auch aus "Die Fledermaus" (Johann Strauss) und "Der Vogelhändler" (Carl Zeller) erklangen berühmte Melodien wie "Im Feuerstrom der Reben", "Brüderlein und Schwesterlein", "Schenkt man sich Rosen in Tirol" oder "Kämpfe nie mit Frau'n".

Besonders beeindruckte Gisela Malzer mit ihrem klaren und reinen Sopran. Auch Getrud Hankl, Julia Thoma, Wolfgang Braun, Lutz Beckmeyer und Bernhard Müller überzeugten die Zuhörer durch ihren leidenschaftlich vorgetragenen Gesang. Das mitreißende Finale war natürlich "Pfüat enk Gott, alle miteinander" aus dem "Vogelhändler", bei dem wieder eifrig mitgeklatscht wurde.

Am Ende entlockte das Publikum dem Ensemble noch zwei Zugaben. Mit bekannten Melodien aus dem "Vogelhändler" und der "Fledermaus" entließen die Mitwirkenden die beschwingten Besucher.
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