Trinkwasser 365 Tage im Jahr

Lokales
Mitterteich
15.06.2015
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In den Neubau hat die Stadt Mitterteich 2,15 Millionen Euro investiert: Nach em Probebetrieb ist die Aufbereitungsanlage in Zirkenreuth eingeweiht worden. Den kirchlichen Segen spendeten Pater Hans Junker und Pfarrer Ralph Knoblauch.

"Wir sichern die Wasserversorgung von fast 7000 Menschen und vieler Unternehmen und landwirtschaftlicher Betriebe mit seinen über 3000 Beschäftigten für die nächsten Jahrzehnte", sagte Bürgermeister Roland Grillmeier. Die Versorgung mit Trinkwasser sei eine der wichtigsten Pflichtaufgaben einer Gemeinde. "Sie ist Grundlage für eine moderne und zukunftsfähige Kommune."

Die Einweihung des Herzstücks der erneuerten und sanierten Wasserversorgungsanlage sei Abschluss der ersten Großbaumaßnahme im Zuge der Sanierung der Wasserversorgungsanlage für Mitterteich, seiner Ortsteile und Teile der Gemeinde Leonberg. Mitterteich habe als Industriestandort eine wichtige Aufgabe zu erfüllen. Grillmeier nannte es wichtig, dass die Wasserversorgung in kommunaler Hand bleibe. "Alle Bürger sollen weiter ein Mitspracherecht haben, wie jüngst bei der Umlegung der entstandenen Kosten auch geschehen". Grillmeier betonte, dass in all den Diskussionen die Ausgaben für die Wasserversorgung nie ein Thema waren. "Unsere Bürger haben anerkannt, dass sauberes Wasser seinen Preis hat". Seit einigen Monaten schon sei die Trinkwasseraufbereitungsanlage jetzt im Probebetrieb "... und es funktioniert", sagte das Stadtoberhaupt. Der Bau des Hochbehälters in Leonberg solle bis Ende dieses Jahres beendet sein. Dann könne dei Stadt den Großteil dieser wichtigsten Infrastrukturmaßnahmen abschließen, freute sich der Bürgermeister. Abschließender Dank galt dem Ingenieurbüro Zwick, mit Manuel Zwick und Planer Bernhard Kaltenecker. "Immerhin konnten wir zu den ursprünglichen Ansätzen rund 500 000 Euro einsparen", freute sich Grillmeier. Respekt galt beiden Wasserwarten Karl Gleißner und Reinhard Zintl. Sie seien wohl jeden Tag auf der Baustelle gewesen.

Weite Wege zum Wasser

Pater BGR Hans Junker betonte seine ganz besondere Beziehung zum Wasser, seitdem er die Versorgungsproblematik in Namibia mitbekommen hat. "Die Menschen dort müssen weit laufen, um an das lebensnotwendige Trinkwasser zu kommen". Pfarrer Ralph Knoblauch sagte: "Wir sind froh und dankbar, dass wir Menschen haben, die solche Anlagen planen, bauen und dann in die Tat umsetzen."

500 000 Kubikmeter jährlich

Manuel Zwick vom Weidener Ingenieurbüro stellte die Aufbereitungsanlage vor. "Ich versichere ihnen, ihre Bürger werden an 365 Tagen und an 24 Stunden täglich mit sauberen frischem Wasser versorgt", sagte der Planer. Nach seinen Worten verbrauchen die Mitterteicher jährlich rund 500 000 Kubikmeter Trinkwasser.

Für das Wasserwirtschaftsamt Weiden gratulierte Manfred Meier. Er sah die Stadt Mitterteich auf dem Weg in eine gute Zukunft. Durch die neue Anlage sei die Wasserversorgung mindestens für die kommenden fünf Jahrzehnte gesichert. "Ihre Bürger erhalten täglich klares, frisches und sauberes Trinkwasser", sagte Meier. "Dies ist nicht überall der Fall." Auch Meier setzte sich dafür ein, dass Wasser keine Ware des Geschäftes werden darf, sondern in kommunaler Hand bleiben muss.
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