Typisch Mann? Typisch Frau?

Johann Anzenberger vom Theaterpädagogik-Team der Luisenburg-Festspiele schlüpfte an der Otto-Wels-Mittelschule in die Rolle eines Außerirdischen und thematisierte die Unterschiede von Mann und Frau. Bild: hfz
Lokales
Mitterteich
10.03.2015
1
0

Nicht alle Tage kommt Besuch aus dem Weltall ins Klassenzimmer. Doch jetzt tauchte ein "Abgesandter" des Planeten "Genderless" in der Otto-Wels-Mittelschule auf. Er hatte den Auftrag, die Unterschiede zwischen Mann und Frau - abgesehen von den kleinen äußeren Merkmalen - herauszufinden.

Nach einer äußerst unterhaltsamen und interessanten Dreiviertelstunde mussten die Schüler der Klassen 5 bis 7 zugeben: Die Unterschiede sind gar nicht so groß. Lediglich die engen überlieferten Sichtweisen zwängten die Menschen in die verschiedenen Geschlechterrollen, so die Erkenntnis.

Aufruf zur Toleranz

Der "Außerirdische" entpuppte sich anschließend als Johann Anzenberger vom Team der Theaterpädagogik der Luisenburg-Festspiele Wunsiedel. Regie führte Anna Spitzbart, die das Stück zusammen mit Mark Schatz auch entwickelt hat. Innerhalb von zwei Schulstunden mit einem interaktiven Klassenzimmertheater und einer anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass es viele unterschiedliche Kriterien dafür gibt, was einen Jungen oder ein Mädchen ausmacht und dass diese nicht jeder erfüllen muss. "So war das Klassenzimmertheater ein wertvoller Beitrag zur Identitätsfindung, zur sozialen Kompetenz und ein Aufruf zur Toleranz", lautet das Fazit der Verantwortlichen der Otto-Wels-Mittelschule.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mittelschule (11034)März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.