"Überragende Arbeit"

Mit einem ersten Landespreis des Wettbewerbs "Erinnerungszeichen 2014/2015" wurde die Klasse M 9 der Otto-Wels-Mittelschule ausgezeichnet. Darüber freuten sich auch Rektorin Gisela Kastner und Klassenleiterin Monika Beer-Helm (von rechts) sowie Bürgermeister Roland Grillmeier und MdL Tobias Reiß (von links). Bild: jr
Lokales
Mitterteich
30.07.2015
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Große Überraschung kurz vor den Ferien: Für das Projekt "Wir geben den Steinen ein Gesicht" zur Erinnerung an die Opfer des Ersten Weltkriegs erhielt die Klasse M 9 der Otto-Wels-Mittelschule einen ersten Landespreis des Wettbewerbs "Erinnerungszeichen 2014/15"

Wegen ihrer Abschlussfahrt nach Berlin hatten die Schüler an der offiziellen Preisverleihung durch Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Kultusminister Ludwig Spaenle nicht teilnehmen können. Allerdings war Bürgermeister Roland Grillmeier nach München gereist, um den Preis entgegenzunehmen. Zusammen mit MdL Tobias Reiß reichte er ihn nun an die 23 Schüler und Klassenlehrerin Monika Beer-Helm weiter. Dotiert ist der Preis mit 230 Euro in bar sowie einer Übernachtung mit Frühstück in einer bayerischen Jugendherberge.

Bürgermeister Grillmeier berichtete von einer bewegenden Feierstunde. Die Jury sei von dem Projekt so beeindruckt gewesen, dass sie den ersten Preis in der Kategorie Mittelschulen nach Mitterteich vergab. Wie wichtig der Frieden sei, zeige sich immer wieder, denn an vielen Brennpunkten der Erde herrsche derzeit Krieg. Ausdrücklich dankte er den Schülern und Klassenleiterin Monika Beer-Helm für ihr herausragendes Engagement. Für die Fahrt in die Jugendherberge überreichte er noch ein Taschengeld vonseiten der Stadt. "Das habt ihr euch redlich verdient."

Keine Selbstverständlichkeit

Landtagsabgeordneter Tobias Reiß sprach von einer tollen und herausragenden Leistung und würdigte das Engagement der Schüler. "Ihr habt euch intensiv mit der Geschichte des Ersten Weltkriegs auseinandergesetzt. Ihr habt dem Gedenkort am Kriegerdenkmal ein Gesicht gegeben", sagte Reiß und gab zu bedenken, dass viele der damals Umgekommenen nur wenig älter waren als die am Projekt beteiligten Schüler. Frieden sei auch 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs keine Selbstverständlichkeit. Rektorin Gisela Kastner freute sich ebenfalls über eine "überragende Arbeit" und gratulierte der M 9 zu ihrer herausragenden Leistung.

115 Fotos

Zuvor hatten die Schüler das Projekt in Kurzform nochmals vorgestellt. Seinen Anfang nahm das Ganze mit der Entdeckung eines Gedenkbildes mit 115 Gefallenen im Stadtarchiv. Diese Bilder wurden abfotografiert und am Computer bearbeitet. Die Firma Metallbau Forster stellte dann kostenlos 115 Metallstäbe zur Verfügung, auf denen die Bilder der Soldaten befestigt wurden. Am Volkstrauertag im vergangenen Jahr (wir berichteten) brachten die Schüler die jeweiligen Fotokarten bei den Gedenksteinen am Kriegerdenkmal an.
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