Unfallursache weiter unklar

Lokales
Mitterteich
24.09.2014
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Es war ein Unfall, der selbst erfahrene und abgehärtete Rettungskräfte erschütterte. Was am Montag auf der A 93 jene verheerende Kollision verursachte, die drei Menschen das Leben kostete, ist nach wie vor unbekannt. Am Tag danach hatte die Polizei aber immerhin auch eine positive Entwicklung zu berichten.

"Der Ablauf des Unfalls ist soweit klar, über die Ursache aber lässt sich nach wie vor noch nichts sagen. Es wäre reine Spekulation", sagte Pressesprecher Albert Brück vom Polizeipräsidium Oberpfalz. Ein Mitsubishi mit Wiener Kennzeichen, gesteuert von einem 29-jährigen Klagenfurter, hatte nahe der Ausfahrt Mitterteich-Nord die Mittelleitplanke durchbrochen und war auf der Gegenfahrbahn mit einem Mercedes Sprinter und einem Opel Astra zusammengestoßen. Alle drei Fahrer erlagen noch am Unfallort ihren Verletzungen.

Verletzter nunmehr stabil

Der Polizeikommissar berichtete, dass der schwerstverletzte 35-jährige Beifahrer des Mercedes Sprinter mittlerweile gesundheitlich stabil ist. "Das ist eine gute Nachricht. Er ist ansprechbar, aber er wird zur Ursache wohl nicht viel sagen können. Eine Befragung hat daher nicht die oberste Priorität", meinte Brück.

Die Hoffnung, dass Arbeitskollegen der beiden Österreicher, die in einem zweiten Auto direkt hinter dem Geländewagen fuhren und das tragische Unglück mitansehen mussten, mehr zum Unfallhergang erzählen können, erfüllte sich nicht. Der österreichische Beifahrer (29), der Licht in die Geschehnisse im Geländewagen direkt vor dem Unfall bringen könnte, befindet sich weiter in kritischem Zustand im Krankenhaus.

Dass die Unfallstelle, an der ein Tempolimit von 130 Stundenkilometer vorgegeben ist, aufgrund ihrer leicht bergab gehenden kurvigen Gestaltung besonders gefährlich oder gar ein Unfallschwerpunkt ist, können die Ermittler nicht bestätigen. Verkehrsunfälle in der Vergangenheit ereigneten sich auch auf einem etwas nördlicheren Streckenabschnitt.

Warten auf Gutachten

Aufschluss erhofft sich die Polizei vom Gutachten des von der Staatsanwaltschaft Weiden hinzugezogenen Sachverständigen. Der Gutachter, der am Dienstag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen war, werde nach Polizeiangaben heute mit der technischen Untersuchung der Unfall-Fahrzeuge beginnen. "Es kann aber bis zu mehrere Wochen dauern, bis das Gutachten vorliegt", erläuterte der Pressesprecher.
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