Vereine künftig am Runden Tisch

Vorsitzender Peter Haibach, Karl-Heinz Ernstberger, Margit Seitz, Paul Trapp und Karl Holub (von links) stehen auch in den kommenden drei Jahren an der Spitze des Stadtverbands für Sport. Bürgermeister Roland Grillmeier (rechts) gratulierte zur Wiederwahl. Bild: jr
Lokales
Mitterteich
09.12.2014
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Peter Haibach führt nach sechs Jahren im Amt auch weiterhin den Stadtverband für Sport. Im Mittelpunkt der Jahresversammlung im Schützenheim standen neben den Vorstandswahlen einige Neuerungen.

Bei seiner Arbeit als Vorsitzender kann Peter Haibach unverändert auf Stellvertreter Karl-Heinz Ernstberger setzen. Schatzmeister bleibt Paul Trapp, Schriftführerin Margit Seitz. Revisoren sind wie bisher Karl Holub und Walter Siller. Aufgenommen in den Stadtverband wurde der Verein "Mitterteicher Gaudiwurm", wobei sich der TuS Mitterteich der Stimme enthielt.

Ausführlich schilderte Peter Haibach die sportlichen Erfolge des laufenden Jahres. Sechs Bezirksmeistertitel seien in die Glasstadt gegangen. Oberpfalzmeister wurden die Schützen Michelle Scharnagl (Luftpistole Jugend), Georg Bächer (Luftpistole Senioren A), eine Schützen-Mannschaft mit Wolfgang Friedl, Anton Fröhlich und Bernhard Fröhlich (Luftpistole Senioren A) sowie die Skilangläufer Monika Bauernfeind, Christina Schiffmann und Konrad Seelk (alle TuS Mitterteich).

Zwei deutsche Meister

Auf Bayernebene ragt der Titelgewinn durch Georg Bächer in der Klasse Luftpistole aufgelegt heraus. Bayerische Vizemeistertitel holten Schützin Doris Lindinger-Scharnagl (Freie Pistole und Luftpistole) und TuS-Leichtathletin Carmen Reif (Jahn-Sechskampf). Gleich über zwei deutsche Meistertitel darf sich der MSC Stiftland freuen. Jürgen Mohr (Solo-Quad) und Christopher Gnan (Solo-Quad 11 bis 14 Jahre) landeten jeweils auf Platz eins. Auf Europaebene erreichte Kathrin Döhla vom MSC Stiftland einen siebten Platz bei der "Women's Trial European Championship". Der Mitgliederstand lag laut Haibach vor der Aufnahme des Vereins "Gaudiwurm" bei 3905 Personen.

Keine Hallengebühren

Beim Thema Zuschüsse berichtete Bürgermeister Roland Grillmeier, dass die Stadt im Zuge der Haushaltskonsolidierung gezwungen sei, freiwillige Leistungen zu kürzen. "Wir müssen 10 000 bis 15 000 Euro einsparen, dazu gehören auch die Zuschüsse an die Sportvereine." Grillmeier signalisierte allerdings, dass diese künftig über den Sparkassenfonds bedient werden sollen. Bei größeren Investitionen und Sonderwünschen bat er um Rücksprache. Grillmeier betonte, dass alle Sportvereine die Hallen der Stadt auch weiterhin kostenlos benützen dürfen. Diese Art der Sportförderung solle in jedem Fall beibehalten werden.

Dank zollte der Bürgermeister den Vereinen für die angebotene Vielfalt. "Unsere Sportler sind Aushängeschilder für unsere Stadt." Gestärkt werden solle der Breitensport. In diesem Zusammenhang hoffte Grillmeier, dass der Benefizlauf der Lebenshilfe auch künftig stattfinden kann. Erfreut zeigte sich Grillmeier, dass es beim EHC Stiftland sportlich und gesellschaftlich weiter gehe. Jugendratsmitglied Rainer Schnurrer stellte kurz sein Gremium vor. "Unser Ziel ist es, dass die Jugend in der Stadt gehört wird", sagte er. Zweimal pro Monat komme man zur Beratung zusammen.

Kooperation mit Schulen

Tanja Zeus, Sportbeauftragte der Mittelschule, berichtete kurz von den Möglichkeiten einer Zusammenarbeit zwischen Schulen und Vereinen. "Wir haben in der Stadt tolle Sportanlagen, um die wir vielfach beneidet werden - diese wollen wir mit Leben erfüllen", kündigte sie an. Interessierte Vereine ermunterte sie zum Organisieren eines Schnuppertrainings. Dabei könnten sie sich den Schülern vorstellen. Diese Veranstaltungen könnten sowohl vormittags, als auch nachmittags oder an den Wochenenden stattfinden.

"Wir wollen unseren Schülern eine mögliche Hemmschwelle vor den Vereinen nehmen. Unsere Schule ist für Kontakte mit den Vereinen offen", ergänzte Tanja Zeus. Stadtverbandsvorsitzender Peter Haibach forderte daraufhin die Vereine auf, mit der Mittelschule in Kontakt zu treten.

Einig waren sich alle Teilnehmer abschließend, einen Runden Tisch ins Leben zu rufen, um eine noch bessere Vernetzung aller Sportvereine zu erreichen. Bürgermeister Roland Grillmeier sagte dazu: "Wir wollen Menschen motivieren, ihre Freizeit in den Vereinen zu verbringen."
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