"Vorreiter im Landkreis"

Lange Zeit war das Kellnerhaus (Bild) in der Bachstraße die zentrale Anlaufstelle für die Mitterteicher Senioren. Jetzt will die Stadt in Abstimmung mit dem Arbeitskreis Heimatpflege ein neues Konzept entwickeln. Bild: jr
Lokales
Mitterteich
25.08.2015
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Seniorenbeiratsvorsitzende Anja Dubrowski (vorne, Dritte von links) und Bürgermeister Roland Grillmeier (rechts) würdigten den langjährigen ehrenamtlichen Einsatz der vielen Helfer im Kellnerhaus. Bild: hfz

Das Kellnerhaus in der Bachstraße wird auch künftig für Senioren, Vereine und Organisationen zur Verfügung stehen - dies betonte Bürgermeister Roland Grillmeier bei einer Dankfeier für langjährige Helfer. Entstehen solle jedoch ein neues Konzept.

Bei der Zusammenkunft im Gasthaus "Finkenstich" in Themenreuth zeigte Seniorenbeiratsvorsitzende Anja Dubrowski zunächst die Anfänge der Seniorenarbeit vor 27 Jahren auf. Dabei ging sie auch auf die Veränderungen im Laufe der Zeit ein. Habe noch vor einigen Jahren der gemütliche Nachmittagstreff bei Kaffee und Kuchen im Vordergrund gestanden, so seien die "jung gebliebenen" Senioren von heute viel stärker an Ausflügen und Aktivitäten interessiert und nutzten entsprechende Angebote von Vereinen, Verbänden und Einrichtungen.

Immer mehr Angebote

"In diesen Organisationen wird hervorragende Seniorenarbeit geleistet", lobte Anja Dubrowski. Herausragend seien dabei auch Vernetzung und Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat. Besonders hob die Sprecherin die AWO hervor. Seit der Eröffnung des Mehrgenerationenhauses (MGH) habe man viele Veranstaltungen dort durchgeführt. Durch das zunehmend breiter gewordene Angebot im Bereich der Seniorenarbeit sei im Kellnerhaus auch ein gewisser Rücklauf zu verzeichnen gewesen. "Außerdem ist es schwer, neue ehrenamtliche Helfer für die Nachmittagsbetreuung zu gewinnen", berichtete Anja Dubrowski. Aus diesem Grund habe sich das Kellnerhaus-Gremium in Absprache mit dem Seniorenbeirat und der Stadt für eine weitere Verlagerung ins Mehrgenerationenhaus entschieden.

Die Vorteile seien die Parkmöglichkeiten vor dem Haus, der barrierefreie Zugang und eine Behindertentoilette. Außerdem befinde sich die Einrichtung im Zentrum der Stadt. Einige Ehrenamtliche des Kellnerhaus-Teams und des Seniorenbeirats haben sich laut Dubrowski bereit erklärt, ab Mitte September jeweils dienstags an der Gestaltung von Angeboten für Senioren mitzuwirken. AWO-Kreisgeschäftsführerin Angelika Würner zeigte sich hocherfreut über diese Idee, weil das Haus dadurch weiter mit Leben gefüllt werde.

Haus weiter nutzen

Bürgermeister Roland Grillmeier bedauerte, dass viele Gruppen, die von Anfang an im Kellnerhaus mitgewirkt hätten, nach und nach weggefallen seien. Auch die Arbeit im Seniorenbeirat habe sich verändert. Weil die Entsendung von Delegierten durch Vereine und Verbände nicht mehr gut funktioniert habe, sei ein neues Gremium geformt worden. Man setze jetzt auf engagierte Leute und die Mitarbeit von Seniorenverbänden. Die AWO und das MGH seien zuvor schon fest eingebunden gewesen. Der Betrieb im Kellnerhaus wird laut Grillmeier aber keinesfalls eingestellt. Er bat die Senioren, die Räume auch weiterhin für Treffen oder Aktivitäten zu nutzen. In Abstimmung mit dem Arbeitskreis Heimatpflege soll ein neues Konzept entstehen, schließlich handle es sich um ein historisches Gebäude, das übrigens einen der größten und ältesten Zoiglkeller der Stadt aufweise.

Ein großes Lob zollte Grillmeier dem Seniorenbeirat sowie all jenen, die sich über Jahrzehnte für das Kellnerhaus eingesetzt haben. Hier seien unzählige ehrenamtliche Stunden geleistet worden. Das Kellnerhaus und der Seniorenbeirat könnten sogar als "Vorreiter für die Seniorenarbeit im Landkreis" bezeichnet werden. "Hier wurde in Mitterteich wirklich Pionierarbeit geleistet."

Grillmeier hob vor allem Alfred Geihe sen. hervor, der die Seniorenarbeit mit aufgebaut und geholfen habe, das Kellnerhaus zu etablieren. Weiter würdigte der Bürgermeister Manfred Rüth, der jahrelang als Organisator im Kellnerhaus tätig war. Ebenfalls dankte er all jenen, die von Anfang an dabei waren und heute noch aktiv sind: Manfred und Ilse Görlitz, Reinhard und Barbara Nerlich sowie Hans Pöllath, der in den vergangenen Jahren die Organisation im Kellnerhaus federführend sichergestellt habe. Grillmeier: "Ihr alle habt jahrzehntelang gearbeitet, um die Seniorenarbeit in Mitterteich so erfolgreich zu machen."
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