Vortrag von Fachärztin Dr. Agnes Klupp stößt auf großes Interesse
Tipps gegen Depressionen

Erlebnisse in gesellschaftlichen Runden und täglich ein beherztes Lachen können davor schützen, an Depressionen zu erkranken.
Lokales
Mitterteich
21.10.2015
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Enormes Interesse fand kürzlich der Vortrag "Depressionen im Alter" in der Reihe "Seelische Gesundheit im Alter". Dr. Agnes Klupp (rechts), Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, erklärte im Mehrgenerationenhaus, dass Depressionen neben Demenz zu den häufigsten Alterserkrankungen zählen. Circa 20 Prozent der über 60-jährigen litten darunter. Ursachen seien häufig jahrelanger chronischer Stress, schmerzhafte Verlusterlebnisse, Kränkungen, psychosoziale Belastungssituationen und manchmal auch das Gefühl, im Alter nicht mehr gebraucht zu werden.

Über Erkrankung sprechen

Die Referentin zeigte zahlreiche Möglichkeiten auf, mit der Krankheit umzugehen und machte auf verschiedene Arten der Therapie aufmerksam. Es sei wichtig, über die Erkrankung zu sprechen und diese zu akzeptieren. Ganz wichtig sei die Einsicht, dass man sich helfen lassen muss. Viele Erkrankte trauten sich aus Scham nicht, einen Arzt oder Therapeuten aufzusuchen oder mit ihren Angehörigen und Freunden darüber zu sprechen. Zum Schluss gab Dr. Klupp zahlreiche Tipps, um Depressionen vorzubeugen. Am wichtigsten seien regelmäßige Bewegung, möglichst an der frischen Luft, und eine gesunde, ausgewogene Ernährung mit Omega-3-Fettsäuren. "Erlebnisse in gesellschaftlichen Runden und täglich ein beherztes Lachen können davor schützen, an Depressionen zu erkranken", so die Referentin. Im Anschluss an den Vortrag konnten die Zuhörer noch Fragen stellen, welche Dr. Klupp geduldig und hilfreich beantwortete.

Reihe geht heute weiter

Der dritte Vortrag der Reihe "Seelische Gesundheit im Alter" findet heute um 15 Uhr im Mehrgenerationenhaus statt. Unter dem Motto "Ich bin für Dich da" zeigt Diplom-Sozial-Pädagogin Sonja Dobmeier von der Caritas- Beratungsstelle für seelische Gesundheit in Weiden pflegenden Angehörigen von Demenzkranken Möglichkeiten und Hilfestellungen auf, mit dieser schwierigen Aufgabe umzugehen.
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