Weitere Pläne für das Mehrgenerationenhaus vorgestellt
Anlaufstelle für Jung und Alt

Lokales
Mitterteich
15.03.2015
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Seit 1. Januar 2015 steht das Mehrgenerationenhaus unter der Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt, welche die Marktredwitzer gfi abgelöst hat. Dazu fand am Freitag ein Festakt statt, bei dem Leiterin Gudrun Brill erklärte, was sie künftig in der Einrichtung alles vorhat.

Mehr als 100 Gäste waren der Einladung der AWO zu der Feier im Marktcafé gefolgt. "Es freut uns besonders, dass uns die Stadt Mitterteich die Trägerschaft des Mehrgenerationenhauses angeboten hat. Gerne haben wir diese Trägerschaft angenommen", sagte AWO-Kreisvorsitzender Erich Köllner. "Die Philosophien des Mehrgenerationenhauses und der Arbeiterwohlfahrt passen doch sehr gut zusammen." Köllner wünschte sich eine Begegnungsstätte für Jung und Alt, viel bürgerschaftliches Engagement und eine gegenseitige Unterstützung der Generationen. "Unser Ziel ist es, Dienstleistungen rund um den Haushalt und die Familie zu vermitteln."

Bürgermeister Roland Grillmeier machte deutlich, dass die Ziele der Stadt und der AWO in Sachen Mehrgenerationenhaus identisch seien. "Die AWO ist unser engagierter Partner, der sich um die Menschen kümmert. Wir als Stadt haben die richtige Entscheidung getroffen". Grillmeier weiter: "Wo wären wir heute in der Region, wenn es die Arbeiterwohlfahrt nicht gäbe? Sie ist ein einmaliger Partner, der zu uns passt." Der Bürgermeister wünschte sich, dass das Haus auch künftig mit Leben erfüllt wird. Dabei helfe auch der Bund, der weitere Zuschüsse zur Verfügung stellen werde. Besonders dankte der Bürgermeister Karin Buchmann und Kerstin Hankl, die in der Übergangszeit den Betrieb im Marktcafé mit viel persönlichem Engagement aufrecht gehalten hätten.

"Eltern-Kind-Café"

Gudrun Brill betonte, dass im Marktcafé ein offener Treff etabliert werden soll. "Das Café soll Anlaufpunkt für Menschen aller Generationen sein." Dank zollte sie ihrem ehrenamtlichen Team, das mit freiwilligem Engagement Herausragendes leiste. Kurz stellte Brill die aktuellen Nutzer des Cafés vor - die Gruppe "Helping Hands", der Seniorenbeirat, die Alleinerziehenden-Gruppe, der Arbeitskreis "Menschen helfen Menschen" und der Schachclub Mitterteich. Außerdem verwies sie auf das "Erzählcafé" und das "Trauercafé". Das Mehrgenerationenhaus solle auch allen offen stehen, die Hilfe benötigen. Diese werde nach Möglichkeit vermittelt. Weiter kündigte Gudrun Brill neue Angebote für Familien mit Kindern an. "Meine Vision ist ein Eltern-Kind-Café." Im April werde eine Demenz-Angehörigengruppe gegründet, eine Art Anlaufstelle sei für pflegende Angehörige geplant. Die MGH-Leiterin machte deutlich, dass weitere Netzwerkpartner und ehrenamtliche Helfer gesucht würden, die sich in den Dienst der guten Sache stellen wollen.

Lebendig und verlässlich

Glückwünsche überbrachte neben den Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht (CSU) und Uli Grötsch (SPD) auch AWO-Bezirksvorsitzender Siegfried Depold, der eigens aus Pocking angereist war: "Ich gratuliere der Stadt Mitterteich, dass sie der Arbeiterwohlschaft die Trägerschaft übertragen hat. Ich bin überzeugt, es wird ein lebendiges und verlässliches Haus. Es wird dazu beitragen, eventuell vorhandene Vorurteile abzubauen." AWO-Kreisgeschäftsführerin Angelika Würner sprach die Schlussworte. "Es ist schon etwas Besonderes, Menschen helfen zu dürfen, die unserer Hilfe bedürfen." Freilich sehe sich die AWO noch nicht am Ende ihrer Planungen. "Mir schwebt ein Haus vor, in dem es sich leben und wohnen lässt, und zwar für alle Generationen", so Würner. Sinn des Mehrgenerationenhauses sei es, dass Menschen aufeinander zugehen.
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