Zahl der Straftaten weiter rückläufig

Erster Polizeihauptkommissar Reinhold Schreyer (sitzend) erklärte Bürgermeister Roland Grillmeier und den Stadträten die in einem Einsatzfahrzeug verbaute Technik. Bild: jr
Lokales
Mitterteich
21.10.2015
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Etwa 1200 Fälle pro Jahr muss die Polizeiinspektion Waldsassen bearbeiten, die Aufklärungsquote bei Straftaten liegt bei 80 Prozent. Diese und viele weitere Fakten erfuhren jetzt die Mitglieder des Mitterteicher Stadtrats bei einem Informationsbesuch.

Die traditionelle Tour am Kirchweihmontag führte den Stadtrat und Bürgermeister Roland Grillmeier zunächst ins Mitterteicher Hallenbad, wo rund 100.000 Euro in die Verbesserung der Technik investiert wurden. Anschließend ging es nach Waldsassen, wo Erster Polizeihauptkommissar Reinhold Schreyer die Gäste in seiner Inspektion willkommen hieß.

In der Polizeiinspektion Waldsassen, die für rund 19.000 Einwohner zuständig ist, leisten derzeit 39 Beamte Dienst, wobei die Sollstärke laut Schreyer eigentlich bei 45 Beamten liegt. Im vergangenen Jahr habe man 1086 Straftaten registriert - der niedrigste Stand seit fünf Jahren. Und dieser Trend halte auch heuer an. "Unsere Bevölkerung kann sich sicher fühlen, auch in Mitterteich", betonte Schreyer und führte dies nicht zuletzt auch auf den Einsatz der Schleierfahnder zurück.

Viele Wildunfälle

Die Zahl der Wohnungseinbrüche sei 2014 bayernweit zwar auf 8210 gestiegen (548 Fälle in der Oberpfalz), aber im Bereich der PI Waldsassen seien nur sechs Taten gemeldet worden. Dies liege nach Ansicht Schreyers wohl auch an der hohen Polizeipräsenz. Beim Thema Rauschgift informierte der Inspektionsleiter, dass die Fahndungsgruppe im vergangenen Jahr 675 Gramm Crystal und 267 Gramm Marihuana sichergestellt habe. Heuer werden diese Zahlen aber weit übertroffen", so Schreyer. Vor allem der Körperschmuggel nehme erheblich zu. In der Statistik für 2014 tauchen auch 152 Drogenfahrten, 32 Trunkenheitsfahrten und 260 sichergestellte Waffen auf. Insgesamt 528 Verkehrsunfälle habe die Polizei im vergangenen Jahr vermerkt, wobei es erfreulicherweise zu keinem Schulwegunfall gekommen sei. Allerdings hätten sich 179 Wildunfälle ereignet. Schreyer dankte in diesem Zusammenhang den Feuerwehren, allen weiteren Rettungskräften und den Bauhöfen der Kommunen für deren Unterstützung. Eindringlich bat Schreyer die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufklärung von Straftaten.

Keine Probleme

Dank zollte Schreyer der Stadt Mitterteich, dass sie auf dem Weg zur Eissporthalle ein Alkoholverbot verhängt hat. "Das erleichtert enorm die Arbeit." Dank der Vorgespräche habe man auch Probleme beim Faschingsumzug und vor allem beim Benefizlauf der Lebenshilfe vermeiden können. "Ich war selber jahrelang Vereinsvorsitzender, ich weiß, was da immer auf die Vereine zukommt", zeigte Schreyer Verständnis. Ausdrücklich betonte Schreyer, dass es bislang mit den Flüchtlingen und Asylbewerbern in Mitterteich zu keinerlei Problemen gekommen sei.

Blitzer im Stadtgebiet

Abschließend ging es darum, dass es der Polizei auch im Mitterteicher Stadtgebiet erlaubt sein sollte, Geschwindigkeitsmessungen durchzuführen. Bislang sei dies aufgrund eines Vertrags der Stadt mit der Kommunalen Verkehrsüberwachung nicht möglich. Schreyer bat hierbei um Klärung. Der Inspektionsleiter versicherte nicht zuletzt, dass die polizeiliche Versorgung der Stadt Mitterteich gewährleistet bleibe, auch wenn der Kontaktbeamte nicht ständig im dortigen Rathaus anwesend sein könne. Schreyers Appell an die große Politik: "Wir brauchen mehr Personal für die Fläche, um die aktuell gute Arbeit aufrecht erhalten zu können." Um dieses Ziel zu erreichen, bat er die Kommunalpolitiker um Unterstützung.

Bürgermeister Roland Grillmeier dankte der Polizei für ihre wertvolle Arbeit und nannte regelmäßige Streifenfahrten wichtig für das Sicherheitsgefühl der Menschen. Dem Wunsch der Polizei nach Lasermessungen im Stadtgebiet wolle man nachkommen. "Dann müssen halt die Verträge geändert werden, ganz klar", sagte Grillmeier. Beim anschließenden Rundgang durch die Räume stießen vor allem die beiden Arrestzellen auf großes Interesse. Seine Tour beschloss der Stadtrat mit einem Kirchweihessen.
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