Zertifikat des Kultusministeriums für Otto-Wels-Hauptschule - Mehr Förderstunden
"Profil Inklusion"einzigartig

Die Mittelschule Mitterteich ist jetzt Schule mit Profil Inklusion. Dies stellten Rektorin Gisela Kastner sowie Schulamtsdirektor Wolfgang Krauß (rechts) und Bürgermeister Roland Grillmeier vor. Bild: jr
Lokales
Mitterteich
02.12.2015
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Große Freude an der Otto-Wels-Mittelschule: Als einzige Schule im Landkreis und unter nur drei Mittelschulen der Oberpfalz sind sie mit dem Zertifikat "Schule mit Profil Inklusion" des Bayerischen Kultusministeriums ausgezeichnet worden. Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spänle überreichte Schulleiterin Gisela Kastner die Urkunde im Ministerium.

Der Anlass für die fortsetzende Inklusion: Bislang gab es an der Grundschule von 1 bis 4 eine Tandemklasse. Diesen Schülern sollte eine durchgehende inklusive Beschulung bis zur neunten Klasse ermöglicht werden. Die Mittelschule hat sich bewusst gegen eine Tandemklasse und für eine Einzelinklusion entschieden. Dies bedeutet, dass Schüler mit besonderem Förderbedarf in Regelklassen unterrichtet und in ihrem jeweiligen Förderschwerpunkt individuell gefördert werden.

Derzeit kommen dafür sieben Schüler in Frage. Die Unterstützung für diese Schüler ist vielfältig. So wurde mit Unterstützung von Anna Merzinger (Schulamt Tirschenreuth) ein Konzept erarbeitet. Zusätzlich erhält die Schule Unterstützung von Lehrerin Sonja Wegmann (Förderzentrum Tirschenreuth), die pro Woche 13 Stunden an der Mittelschule mit unterrichtet. Zusätzlich ist die Schule mit zehn weiteren Lehrerstunden ausgestattet, die für die Förderung der inklusiv beschulten Kinder verwendet werden. "Je genauer definiert ist, in welchem Zustand ein Kind Förderbedarf hat und auf welchem Stand es steht, desto präziser und zielführender kann es gefördert werden", erklärte dazu Gisela Kastner und verweist auf intensive Gespräche und Beratungen mit den betroffenen Eltern im Vorfeld.

Die Beschulung erfolge in der Regelklasse. Die Schüler werden lerndifferenziert unterrichtet, reguläre Ziele des Lernplans gelten für diese Kinder nicht und sie erhalten in den Förderfächern auch keine Noten. Förderstunden seien im Stundenplan verankert und für jedes Kind individuell gestaltet.

Wie ein roter Faden

Schulamtsdirektor Wolfgang Krauß lobte das pädagogische Konzept; der Übergang von der Grundschule zur Mittelschule sei problemlos. "Die Mittelschule Mitterteich ist offen für etwas Neues". Bürgermeister Roland Grillmeier sagte: "Wir als Stadt haben diesen Prozess begleitet und freuen uns, dass das Pilotprojekt an der Grundschule an der Mittelschule Fortsetzung findet". Inklusion müsse sich wie ein roter Faden vom Kindergarten bis in die Schule durchziehen. Dies sei nun gegeben.
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